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Glücksspielaffäre: 1:0 für den Ministerpräsidenten 05.02.2010

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat Vorwürfe bestritten, er habe seine Mitarbeiter vor einer Aktion der Antikorruptionsbehörde gewarnt. Dass es eine "undichte Stelle" gegeben habe, sei "ein Mythos", sagte Tusk am Donnerstag vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Er bezeichnete die Vorwürfe als "skandalöse Unterstellung". "Es gibt nichts gegen Tusk und ich kann Ihnen - auch wenn ich wollte - bei der Suche nicht helfen", betonte der Regierungschef selbstsicher.

Die Zeitung "Rzeczpospolita" hatte am 1. Oktober 2009 Auszüge aus Abhörprotokollen veröffentlicht, die auf intensive Kontakte einiger Politiker der Regierungspartei Bürgerplattform (PO) zu Lobbyisten der Glücksspiel-Branche hinwiesen. Vertreter der Branche sollen versucht haben, mit Hilfe der Politiker Einfluss auf die Glücksspiel-Gesetzgebung zu nehmen. Nach der Enthüllung des Skandals mussten unter anderem Sportminister Miroslaw Drzewiecki und PO-Fraktionschef Zbigniew Chlebowski ihre Posten räumen.

Der Untersuchungsausschuss hat Premierminister Tusk 13 Stunden lang verhört. Laut Politologen und PR- Spezialisten war die Vernehmung ein großer Image-Erfolg des Premierministers.

dpa/IAR/adn


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