NACHRICHTEN


Bartoszewskis Buch über Polen und Deutsche 09.02.2010

Toleranz und Offenheit gegenüber den Nachbarn sei die Grundlage zum Aufbau von guten Beziehungen mit anderen Staaten. Hierüber waren sich die ehemaligen Außenminister Polens und Deutschlands, Władysław Bartoszewski und Hans Dietrich Genscher, schnell einig. Anlässlich des Erscheinens von Bartoszewskis neuem Werk trafen sich heute die beiden ehemaligen Politiker in Zusammenarbeit mit der Warschauer Universität auf dem Campus.

Das Werk beleuchtet die deutsch polnischen Beziehungen und erscheint unter dem Titel "O Niemcach i Polakach. Wspomnienia. Prognozy. Nadzieje" , "Von Deutschen und Polen. Erinnerungen. Prognosen. Hoffnungen" Bartoszewski unterstrich die Wichtigkeit des Überwindens von Hass als Ergebnis von schweren Erfahrungen aus der Geschichte. „Ich habe meine Arbeit getan. Ich habe tausende von Seiten über Naziverbrechen herausgegeben. Ich war Zeuge bei den Nürnbergerprozessen. Ich habe den Hass überwunden. Das ist wie mit einem gefährlichen Krebstumor, den man entfernt um die Gesundheit wieder herzustellen.“ - so Bartoszewski.

Hans Dietrich Genscher machte auf die Bedeutung der Erziehung junger Generationen aufmerksam. Nur so wäre eine nachhaltige Völkerverständigung möglich.

Professor Bartoszewski ist Auschwitz-Überlebender und war in zwei Amtszeiten Außenminister der dritten polnischen Republik. Er bemüht sich besonders um deutsch-polnische Versöhnung und polnisch - jüdische Verständigung.

 

iar/ft

 


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