Das polnische Außenministerium hat auf die Äußerungen der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, beim diesjährigen "Tag der Heimat" kritisch reagiert. Er warne die "befreundete deutsche Nation vor Steinbachs Revisionismus", sagte Außenamtssprecher Piotr Paszkowski. Er forderte die Bundesregierung zudem auf, die Finanzierung der von Steinbach vertretenen Organisationen einzustellen.
Nach Agenturangaben sagte Steinbach in Berlin, Vergeltung und Rache an Deutschen seien an der Tagesordnung gewesen. Nach dem Krieg sei Mittel-, Ost- und Südeuropa für Deutsche jahrelang eine "gigantische Sklavenregion" gewesen. Das Vertriebenen-Treffen stand unter dem Motto "Erinnern und Verstehen".
Steinbachs Tätigkeit als BdV-Präsidentin wird in Polen seit Jahren scharf kritisiert. Abgelehnt wurde vor allem ihre Initiative eines Zentrums gegen Vertreibungen. Warschau beschuldigt Steinbach, die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umschreiben zu wollen.
dpa/iar/kk