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Deutsche Redaktion

Rzeczpospolita: Medwedews Lügen über Polen

26.03.2022 14:00
Der ehemalige Staatspräsident der Russischen Föderation Dmitri Medwedew hat in einem Beitrag auf Telegram Polen und die polnische Geschichte  attackiert. Er hat unter anderem von der Smuta (Zeit der Wirren) als Zeit gesprochen, in der die Polen “ein Imperium aufbauen wollten”, über den Zweiten Weltkrieg, als die Rote Armee Auschwitz befreite und den Polen russophobie vorgeworfen. Er werde die Lücken im Geschichtswissen des Politiker gerne füllen, schreibt Paweł Łepkowski von der Rzeczpospolita.
Dmitrij Miedwiediew
Dmitrij MiedwiediewShutterstock/Anton Veselov

Der ehemalige Staatspräsident der Russischen Föderation Dmitri Medwedew hat in einem Beitrag auf Telegram Polen und die polnische Geschichte  attackiert. Er hat unter anderem von der Smuta (Zeit der Wirren) als Zeit gesprochen, in der die Polen “ein Imperium aufbauen wollten”, über den Zweiten Weltkrieg, als die Rote Armee Auschwitz befreite und den Polen russophobie vorgeworfen.

Als Nachfahre derjenigen, die im Warschauer Aufstand gekämpft haben, werde er die Lücken im geschichtlichen Wissen des russischen Politikers gerne füllen, schreibt Paweł Łepkowski von der Rzeczpospolita. Man, so der Autor, sollte vielleicht damit beginnen, an was sich nur wenige russische Nationalisten erinnern wollen. Als im Jahr 882 Prinz Oleg seine Hauptstadt nach Kiew verlegte, sei Moskau noch ein kleines Dorf gewesen, das der nichts bedeutende ugro-finnische Stamm Muroma bewohnte. 

Das Moskauer Prinzentum sei erst 1213 entstanden, also drei Jahrhunderte nach Olegs Amtszeit und sei zweifellos die zivilisatorisch rückständigste Provinz der Kiewer Rus gewesen. Den in Russland als Heiligen gefeierten Kiewer Prinzen Aleksander Newski, der die Provinz von den Tataren befreite, würden wir heute auch eher als Ukrainer, als als Russen bezeichnen. 

Russische Geschichte trieft von Blut

Wenn es um die Smuta gehe, dann sei diese beileibe kein Ergebnis imperialer Politik Polens gewesen, sondern der Herrschaft eines Irren, Ivan IV. des Schrecklichen, der sich als erster als Zar bezeichnen ließ und dessen Amtszeit von Terror gekennzeichnet worden sei. 

Die ganze - am Rande gesagt viel kürzere als die polnische - Geschichte Russlands würde von Blut triefen. Die meisten der russischen Herrscher hätten diese Welt nicht auf natürliche Weise verlassen. Bis zum XIX Jahrhundert hätten die Russen nichts zur europäischen Zivilisation beigetragen, dafür viel zerstört. Dies sei die Quintessenz der russischen Geschichte. 

Herr Medwedew schreibe über die “polnische russophobie”. Eine erstaunliche Entdeckung, wenn man bedenke, dass die deutsche Prinzessin Zofia Fryderyka Augusta, auch bekannt als Katarina die Große, die Republik Polen angegriffen und eine 123 Jahre lange Besatzung des Landes eingeleitet habe. 

Ein paar Fakten zum II. Weltkrieg

Der ehemalige russische Präsident schreibe, dass die Polen “davon träumen, den II. Weltkrieg zu vergessen. Vor allem die Sowjet-Soldaten, die den Faschismus besiegten, die Besatzer aus polnischen Städten verjagten und die Sprengung von Krakau verhinderten, die Häftlinge von Auschwitz und Majdanek befreiten”. Er vergesse hinzuzufügen, dass am 17. September 1939 Polen, infolge des Ribbentrop-Molotow Paktes von derselben Roten Armee überfallen worden sei. Die damals überfallenen östlichen Gebiete seien nie wieder zu Polen zurückgekehrt. 

 Und noch ein paar Fakten zum II. Weltkrieg, die Herr Medwedew vergessen habe. Auschwitz hätten ukrainische Soldaten befreit, deren Nachfahren heute von den russischen Truppen ermordet würden. In der Roten Armee habe es drei ukrainische Marschälle, 300 ukrainische Generäle und insgesamt 7 Millionen Soldaten gegeben, ungefähr 23 Prozent der sowjetischen Streitkräfte. 250 Tausend Ukrainer hätten in amerikanischen, britischen und polnischen Streitkräften gegen das Dritte Reich gekämpft. Russland würde heute ihre Kinder und Enkel ermorden. Sei noch ein weiterer Kommentar notwendig, fragt Paweł Łepkowski in der Rzeczpospolita. 

adn