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Deutsche Redaktion

Wie sehen heute deutsche Vorurteile gegenüber Polen aus?

19.12.2019 12:06
Eines der größten Nachrichtenportale Onet.pl spricht mit Peter Oliver Loew - dem Direktor des Polen-Instituts, um herauszufinden, welche Stereotypen über Polen derzeit unter Deutschen verbreitet sind.
Peter Oliver Loew
Peter Oliver Loewwikimedia commons/Artur Andrzej

Eines der größten Nachrichtenportale Onet.pl spricht mit Peter Oliver Loew - dem Direktor des Polen-Instituts, um herauszufinden, welche Stereotypen über Polen derzeit unter Deutschen verbreitet sind. Unter den Migrantengruppen in Deutschland gehören Polen mittlerweile zu den am besten ausgebildeten und am besten in die deutsche Gesellschaft integrierten Menschen, erklärt Loew einleitend und fügt hinzu, dass das Stereotyp "Polnische Wirtschaft" heute der Vergangenheit angehöre. Polnische Arbeit und die polnische Wirtschaft werde in Deutschland geschätzt. Wenn Polen überhaupt auffallen, heißt es weiter, zumal sie die zweitgrößte Migrantengruppe in Deutschland sind, dann als günstige "Handwerker für alles". Aber auch als Musiker in Orchestern oder Hochschullehrer an Universitäten.

Einige Vorurteile, gibt der deutsche Polen-Experte zu, seien zwar geblieben, aber betreffen heute größtenteils andere Nationalitäten. Polen gelten angesichts neuer Migrationswellen nach Deutschland nicht mehr als unerwünschte Halunken oder Diebe. Wie Loew erklärt, existiere in der deutschen Bevölkerung eine alte Tradition, über andere Nationen zu lachen. Vor allem aus dem Osten: über Polen, Ukrainer, Litauer. Die Ausnahme seien Russen, bemerkt Loew.

Nach Ansicht des deutschen Historikers seien Polen wirklich neidisch auf den Wohlstand, die große Wirtschaft und soziale Fürsorge in Deutschland. Und obwohl die Deutschen aus diesem Grund die Nase vor den Polen hoch tragen, seien die Deutschen andererseits tief im Unterbewusstsein seit zweihundert Jahren neidisch auf Polen - ihre menschliche Wärme und eine weniger komplexe Haltung gegenüber ihrer historischen Rolle. Der Grund? Weil es einfacher ist, Nachkommen von Opfern einer Staatsteilung oder des Zweiten Weltkriegs zu sein, anstatt von Tätern, argumentiert der Direktor des deutschen Polen-Instituts in einem Interview für Onet.

Loew weist auch darauf hin, dass das Bewusstsein über deutsche Verbrechen in Polen während des Zweiten Weltkriegs, in Deutschland sehr gering sei. Viele Deutsche, so der Historiker, hätten auch an dem Unrecht, das sie gegen Polen verübt haben, ein Vermögen verdient. Nach dem Krieg, so Loew, zogen viele Deutsche es vor, ihre Taten zu vergessen. Darüber hinaus, heißt es weiter, sahen sie sich während des Krieges nicht als Diebe, sondern als Vertreter der Herrenrasse, der alles erlaubt ist. Auch nach dem Krieg, hätten sie diese Ansicht nicht geändert. Darüber hinaus werde das Leid der Polen bis heute in Deutschland vom Holocaust überschattet, erklärt der deutsche Historiker, und es bleibe noch viel zu tun, um dies zu ändern.


onet.pl/ps