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Deutsche Redaktion

"Diktator legt NATO-Grenze in Brand"

18.11.2021 09:36
Aleksandr Lukaschenko erpresse Europa und provoziere einen bewaffneten Konflikt. All seine Schritte konsultiere er vor allem mit Moskau, schreibt die Rzeczpospolita. 
Presseblick
Presseblickpixabay.com

Reczpospolita: Diktator legt NATO-Grenze in Brand 

Am Dienstag habe Lukaschenko ein Treffen seiner Regierung einberufen und Einzelheiten seines Telefongesprächs mit Angela Merkel vom Montag bekannt gegeben. Er habe sogar erklärt, dass Merkel ihn nach Rücksprache mit anderen EU-Mitgliedern ein zweites Mal anrufen werde. Was mehr, schreibt das Blatt, er soll sogar prognostiziert haben, dass Schusswaffen jederzeit in den Händen von Migranten auftauchen könnten. Ihm nach, sollen Migranten sogar bereits Versuche unternommen haben, Waffen einzuschmuggeln. Bisher seien polnische Beamten aber nur mit Flaschen und Steinen beworfen worden, stellt das Blatt fest. Es habe auch Berichte über den Einsatz von Knallgranaten durch die Migranten aus dem Nahen Osten gegeben.

In Minsk, heißt es weiter, spreche man vorerst nicht offiziell davon, dass es an der Grenze zu einem bewaffneten Konflikt kommen könnte. Unabhängige belarussische Militärexperten sollen gegenüber dem Blatt erklären, dass es auch keine Anzeichen dafür gebe, dass man Truppen oder Artilleriebrigaden an die Grenze verlege. Die Situation bleibe jedoch sehr gefährlich. Der menschliche Faktor sollte berücksichtigt werden, schreibt das Blatt, denn unter dem Einfluss von Müdigkeit und aufkommenden Emotionen könnten sich Menschen sehr unberechenbar verhalten. Einer der Soldaten auf der einen oder anderen Seite, fährt die Tageszeitung fort, könnte die Nerven verlieren und schießen. Dann wäre alles möglich, deshalb müsse man den Konflikt so schnell wie möglich deeskalieren.

In Minsk hoffe man auch, dass das Drama an der Grenze zu Unruhen in anderen europäischen Ländern führen werde, behaupten weißrussische Experten für das Blatt. Schließlich hätten die Migranten Verwandte und Freunde in vielen EU-Ländern, und die könnten zu ihrer Verteidigung auf die Straßen gehen. In den staatlichen Medien Weißrusslands heiße es zudem, Polen kämpfe gegen schwangere Frauen und Kinder. Drei Viertel aller Nachrichten, fährt das Blatt fort, seien der Grenze gewidmet. Und diese Propaganda funktioniere. Denn das Durchschnittsalter der Weißrussen, heißt es, liege bei 40 Jahren, und je älter man sei, desto schneller glaube man alles. Das betreffe vor allem die Rentner, die den Kern des Regimes bilden, schreibt Rzeczpospolita unter Berufung auf weißrussische Analytiker im Ausland. Sie hätten oft keine Smartphones oder Internet. Dadurch sei es leicht, lautet das Fazit in der Tageszeitung, das Bild Polens zu trüben, das für viele Weißrussen bislang ein Vorbild gewesen sei.

Wprost: Warum steht Polen im Grenzkrieg mit Russland allein da? 

Die Unterstützung der Verbündeten Polens im Kampf gegen die Aggression aus dem Osten beschränke sich auf leere Erklärungen und bedeutungslose Gesten. Zu diesem Schluss kommt die Wochenzeitung Wprost.

Die EU, lesen wir, biete begrenzte und längst überfällige Sanktionen an. Deutschland seinerseits spreche über Polen hinweg mit den Aggressoren und überzeuge damit Lukaschenko und Putin von der Wirksamkeit ihrer Maßnahmen. Wie hoch, fragt Wprost, sei die Anerkennung für die Effizienz wirklich, mit der Polen die Grenzen der Union gegen die von Lukaschenko und Putin organisierten Angriffe verteidigt?

Polens Regierungsmedien, heißt es weiter, sollen seit einiger Zeit eine nervöse Liste von Ländern aufführen, die Polen in dieser Frage herablassend auf die Schulter klopfen sollen. Es sei klar, fährt Wprost fort, dass dies dazu diene, die traurige Wahrheit zu verschleiern, dass Polen im Grenzkonflikt mit Russland tatsächlich allein dastehe. Angela Merkel, die zuverlässig die Interessen des Kremls vertrete, habe zu dem gerade ein fast einstündiges Gespräch mit Alexander Lukaschenko geführt, der die Aggression gegen die EU anführe.


Piotr Siemiński