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„Das ist ebenfalls eine Illusion“: Sikorski über Putins Winterstrategie

14.09.2026 11:13
Vor dem Winter habe Putin nur noch zwei Karten, sagt Außenminister Radosław Sikorski im Interview mit CNN. Einen militärischen Erfolg erwartet er davon nicht.
Der polnische Auenminister Radoslaw Sikorski (links) spricht neben dem ukrainischen Auenminister Andrii Sybiha (rechts) whrend einer gemeinsamen Pressekonferenz in der Sophienkathedrale in Kiew, Ukraine, am 13. September 2026. Sikorski war am 11. September in Kiew eingetroffen, um sich mit hochrangigen ukrainischen Vertretern zu treffen, und ver
Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski (links) spricht neben dem ukrainischen Außenminister Andrii Sybiha (rechts) während einer gemeinsamen Pressekonferenz in der Sophienkathedrale in Kiew, Ukraine, am 13. September 2026. Sikorski war am 11. September in Kiew eingetroffen, um sich mit hochrangigen ukrainischen Vertretern zu treffen, und verEPA/SERGEY DOLZHENKO Quelle: PAP/EPA.

Außenminister Radosław Sikorski sieht für Wladimir Putin vor allem zwei verbliebene strategische Optionen: eine weitere Mobilisierung in Russland und verstärkte Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung. Im US-Sender CNN sagte Sikorski, beide Ansätze versprächen aus seiner Sicht keinen Durchbruch.

Putin habe seine ursprünglichen Kriegsziele nicht erreicht und versuche nun, den Krieg mit der Forderung nach dem gesamten Donbas zu rechtfertigen, erklärte Sikorski. Auch dabei bleibe die russische Armee hinter ihren eigenen Zeitplänen zurück.

Eine Mobilisierung zusätzlicher Soldaten werde den Frontverlauf nicht entscheidend verändern, sagte der Außenminister. „Wenn er weitere eine halbe Million Menschen in den Fleischwolf wirft, wird die Front nicht durchbrochen.“

Als zweite Karte nannte Sikorski einen harten Winter für die Ukraine. Russland zerstöre Kraft- und Heizwerke in der Erwartung, dass die Belastung für die Bevölkerung den Widerstand schwäche. „Das ist ebenfalls eine Illusion, denn es beeinträchtigt nicht die Fähigkeit der Armee, die Frontlinie zu halten“, sagte er.

Zu möglichen Bedingungen einer Vereinbarung äußerte sich Sikorski nicht konkret. Europa unterstütze die Ukraine weiterhin; über schmerzhafte Entscheidungen müssten die Ukrainer selbst befinden.

IAR/adn


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