Deutsche Redaktion
Folge uns auf Google

Folge uns auf Google, um unsere News immer ganz oben zu sehen.

„Die Eskalation ist Tatsache“: Tusk warnt nach Angriffen nahe Polen

13.09.2026 21:45
Nach Angriffen nahe der Grenze zur Ukraine wurden Grenzübergänge vorübergehend geräumt. Warschau bestätigte Treffer auf ukrainischem Gebiet, meldete aber keine Verletzung des polnischen Luftraums.
Ministerprsident Donald Tusk bei einer Sondersitzung der Sicherheitsdienste im Regierungssicherheitszentrum in Warschau am 13. dieses Monats. Thema des Treffens waren die nchtlichen russischen Angriffe an der polnischen Grenze. (aldg) PAPPiotr Nowak
Ministerpräsident Donald Tusk bei einer Sondersitzung der Sicherheitsdienste im Regierungssicherheitszentrum in Warschau am 13. dieses Monats. Thema des Treffens waren die nächtlichen russischen Angriffe an der polnischen Grenze. (aldg) PAP/Piotr NowakPAP/Piotr Nowak

„Die Eskalation ist Tatsache“: Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat nach russischen Angriffen in der Westukraine vor einer weiteren Zuspitzung gewarnt. Bei einer Lagebesprechung im Regierungszentrum für Sicherheit sagte er, in den kommenden Wochen und Monaten seien verstärkte russische Aktivitäten zu erwarten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Polen davon betroffen werde.

Nach Angaben polnischer Sicherheitsbehörden traf am frühen Morgen eine Drohne eine Tankstelle oder deren unmittelbare Umgebung rund zwei Kilometer vom Grenzübergang Dorohusk entfernt. Außerdem sei auf ukrainischer Seite eine Lokomotive eines Güterzugs auf einem Abstellgleis getroffen worden. Der Zug habe aus leeren Kesselwagen bestanden.

Eine zunächst in ukrainischen Medien verbreitete Meldung über einen Angriff auf den Personenzug Kyjiw–Warschau bestätigten die polnischen Behörden nicht. Auch für einen Angriff auf einen Lastwagenkonvoi gebe es keine Bestätigung. Tusk sagte, in der Nacht habe nichts den polnischen Luftraum verletzt.

Wegen des Angriffs nahe Dorohusk wurden nach Angaben des Grenzschutzes mehr als 280 Reisende sowie Beschäftigte des Grenzschutzes und der Zollverwaltung vorübergehend evakuiert. Am Übergang Hrebenne wurden demnach ebenfalls mehr als 300 Menschen in Sicherheit gebracht, nachdem ein nicht identifiziertes Objekt gemeldet worden war. Nach Rücksprache mit dem Militär habe sich die Gefahr dort nicht bestätigt.

Tusk rief dazu auf, nicht in Unruhe zu verfallen, und verlangte zugleich Vorbereitung mit den Verbündeten. An den Grenzübergängen solle der Verkehr so organisiert werden, dass es nicht zu gefährlichen Ansammlungen von Fahrzeugen komme.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte laut AFP, Ziel des Angriffs sei Bahninfrastruktur in der Westukraine gewesen, die für Militärtransporte aus Europa genutzt werde.

tvn24/PAP/adn

„Guten Morgen aus Kiew“: Sikorski besucht die Ukraine unter Luftalarm

11.09.2026 11:07
Polens Außenminister Radosław Sikorski ist überraschend in Kiew eingetroffen. Warschau wertet die Reise als Zeichen der Unterstützung für die Ukraine – während in der Hauptstadt Luftalarm ausgelöst wurde.

Sikorski in Kiew: „Hier findet eine Revolution statt“

12.09.2026 16:50
Vizepremier und Außenminister Radosław Sikorski sagte am Samstag, er habe nach Gesprächen in Kiew mit Personen, die an Kontakten zu Vertretern der USA und Russlands beteiligt sind, ein besseres Bild vom Stand der Friedensverhandlungen. Details werde er jedoch nicht nennen. Der polnische Minister zeigte sich zudem beeindruckt von den militärischen Fähigkeiten der Ukrainer.

Russische Drohne trifft Zug auf Strecke Kiew–Warschau nahe polnischer Grenze

13.09.2026 13:30
Eine russische Drohne hat die Lokomotive eines Personenzugs auf der Strecke Kiew–Warschau rund zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt getroffen. Niemand wurde verletzt. Auf ukrainischer Seite der Grenze wurde bei einem weiteren russischen Angriff ein Lastwagen etwa 800 Meter vom Grenzübergang Jagodyn zerstört.