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Ostatnia aktualizacja: 06.10.2026 10:05
Das Polnische Institut für Internationale Angelegenheiten (PISM) hat einen Bericht über russische Desinformationsaktivitäten veröffentlicht. Die zentrale Erkenntnis ist nicht überraschend, aber beunruhigend. Die Mitautorin der Studie, Aleksandra Wójtowicz, erinnert im Gespräch mit der Monatszeitschrift Więź daran, dass Russland derzeit rund 106 Milliarden Rubel – knapp 1,5 Milliarden US-Dollar – für Informationsaktivitäten ausgibt.

Damit handelt es sich um enorme Mittel, insbesondere im Verhältnis zur Gesamtgröße der russischen Wirtschaft. Die 106 Milliarden Rubel decken allerdings ausschließlich die offiziellen Ausgaben für Propaganda im staatlichen Fernsehen und in den traditionellen russischen Medien ab. Die eigentlichen Desinformationsaktivitäten sind in diesem Budget nicht vollständig erfasst. Ein Teil der Mittel fließt auch in Strukturen, die mit staatlichen Stellen verbunden sind und in sozialen Netzwerken aktiv sind. Es ist davon auszugehen, dass für Desinformation zusätzliche Mittel bereitgestellt werden – deren Höhe wir nicht kennen. Solche Aufträge werden häufig an private Akteure ausgelagert, etwa an spezialisierte Bot-Farmen, die weltweit angesiedelt sind, unter anderem in Indien oder Südkorea.

Auf die Frage, wie sich dagegen vorgehen lässt, antwortet die Expertin, dass ein gutes Beispiel Lettland sei, wo die Sicherheitsbehörden Desinformationszentren aktiv bekämpften. Regelmäßig würden Aufnahmen veröffentlicht, die zeigen, wie Einsatzkräfte Räumlichkeiten betreten, in denen Trollfarmen und Serverzentren betrieben werden. „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass Desinformation nicht nur aus virtuellen Algorithmen besteht, sondern auch aus einer konkreten, physischen IT-Infrastruktur, die global funktioniert. Demokratische Staaten sollten deshalb deutlich mehr finanzielle und analytische Ressourcen einsetzen, um solche Standorte aufzuspüren, sagt Aleksandra Wójtowicz in Więź.

 

BUSINESS INSIDER POLSKA: Polnische Unternehmen expandieren nach Brandenburg

Polnische Unternehmen drängen zunehmend auf den deutschen Markt. In Brandenburg sind bereits 19 große polnische Firmen aktiv. Einige führen nicht nur Aufträge aus, sondern übernehmen auch deutsche Unternehmen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Das Ergebnis: Polnische Unternehmen haben in Brandenburg rund 1.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Eines der sichtbarsten Beispiele ist Budimex. Das polnische Bauunternehmen realisiert derzeit vier Brückenprojekte in Berlin und Brandenburg. Eines davon ist eine Brücke über den Silokanal in Brandenburg im Wert von 34 Millionen Euro, berichtet Business Insider Polska.

Die Expansion beschränkt sich jedoch nicht auf neue Aufträge. Polnische Unternehmen übernehmen auch deutsche Firmen, die finanzielle Schwierigkeiten haben. Ein Beispiel ist das Reinigungsunternehmen Targatz aus Eberswalde, das von der polnischen Firma Hollywood S.A. aus Sierpc übernommen wurde. Die ATT Polymers-Werke in Guben gingen an die polnische Azoty-Gruppe.

Polnische Unternehmen sind in Brandenburg unter anderem in den Bereichen Bau, Medizin, Chemie, Logistik, Gebäudereinigung und IT tätig. Polen gehört zu den zehn größten ausländischen Investoren in dem Bundesland und liegt auf Platz sieben. Vor Polen liegen unter anderem die USA mit 37 großen Unternehmen.

 

MONEY.PL: Polens Schulden nähern sich der 55-Prozent-Marke

Weniger optimistisch fällt ein Beitrag des Portals Money.pl aus. Polen könnte in den kommenden Jahren die gesetzliche Schuldenobergrenze von 55 Prozent des Bruttoinlandsprodukts überschreiten. Die Strategie der Regierung sieht dies für 2028 vor. Bereits ein Jahr zuvor dürfte die Staatsverschuldung jedoch nahe an diese Grenze heranreichen. Was bedeutet das konkret für die Bevölkerung erklärt Piotr Kuczyński, Chefanalyst des Finanzunternehmens Xelion.

Die hohen Verteidigungsausgaben seien für Polen eine erhebliche Belastung. „Die meisten Polen wollen aber diese Aufrüstung, also wird sie fortgesetzt und unsere Verschuldung erheblich belasten. Das muss man berücksichtigen. Man kann kein Rührei machen, ohne Eier zu zerschlagen, wie das bekannte Sprichwort sagt, so Kuczyński.

Deshalb ist nicht einmal ausgeschlossen, dass wir bereits im kommenden Jahr an die 55-Prozent-Marke herankommen. 2028 kann man eigentlich als sicher ansehen. Theoretisch müsste Polen anschließend einen Haushalt ohne Defizit aufstellen. „Das ist völlig unmöglich, absolut unrealistisch, denn es würde auf vielen Gebieten zu massiven Verwerfungen führen – vom Gesundheitswesen bis zu den Sozialleistungen und darüber hinaus“, erklärt der Experte. Da es aber keine Wunder gäbe, werde man etwa opfern müssen, schlussfolgert Kuczyński.

 

SUPER EXPRESS: Tomaszewski fordert sofortige Entlassung von Trainer Urban

Die polnische Nationalmannschaft hat 0:1 gegen Bosnien und Herzegowina verloren und damit ihre Chancen auf ein Weiterkommen in der Nations League praktisch verspielt. Nach der schwachen Leistung meldete sich Jan Tomaszewski zu Wort. Der legendäre Torhüter ließ kein gutes Haar an Nationaltrainer Jan Urban und forderte den Präsidenten des polnischen Fußballverbands PZPN auf, ihn umgehend zu entlassen. Seiner Ansicht nach ist die Nationalmannschaft derzeit „eine Ansammlung von Spielern und keine Mannschaft“.

„Damit muss Schluss sein. Schon nach dem Spiel gegen die Niederlande war es eine Ansammlung und keine Mannschaft. Und das Spiel gegen Rumänien? Die Rumänen haben dieses Spiel mit 0:6 verloren, wir haben es nicht gewonnen. Sie waren lediglich Assistenten und Mitautoren dieses Ergebnisses“, kritisierte Tomaszewski.

Bei seiner Analyse des Spiels gegen Bosnien verwies Tomaszewski auf einen entscheidenden Moment, der die Partie noch in der ersten Halbzeit hätte verändern können. Doch erneut scheiterten die Polen vor dem gegnerischen Tor.

„Das Spiel war sehr schwach. Wenn wir in der 44. Minute eine sogenannte hundertprozentige Chance nicht nutzen, kann man kaum an einen Sieg denken. Das war praktisch die einzige Situation, in der wir das Spiel hätten entscheiden können. So kann es nicht weiter gehen”, sagt Jan Tomaszewski in Super Express.


Autor: Jakub Kukla