„Aufgrund der angespannten Situation an der Grenze zu Belarus habe ich beschlossen, unsere Streitkräfte mit fünfhundert polnischen Polizisten aus Bepo- und Anti-Terror-Einheiten zu verstärken", schrieb Mariusz Kamiński am Sonntag auf Twitter. Sie würden sich den 5.000 Grenzschützern und 2.000 Soldaten anschließen, die die Sicherheit dieser Grenze bereits bewachen, fügte er hinzu.
Am Mittwoch kündigte der stellvertretende Ministerpräsident und PiS-Parteiführer Jarosław Kaczyński an, Polen werde seine Ostgrenze personell und materiell verstärken. Der Grund seien die Pläne der russischen Wagner-Söldnergruppe, die sich seit ihrem abgebrochenen Putschversuch in Belarus aufhält. Die Wagner-Söldner könnten Migranten aus Afrika und anderen Ländern, in denen die paramilitärische Formation tätig ist, dazu benutzen, die Region zu destabilisieren, sagte der Leiter des polnischen Büros für Nationale Sicherheit in einem Interview mit der Financial Times.
Nach Angaben eines polnischen Vize-Außenministers sei insbesondere vor dem NATO-Gipfel im Juli in Vilnius mit Provokationen der Wagner-Gruppe in Belarus zu rechnen.
Am Samstag versuchten 187 Personen, illegal von Weißrussland nach Polen zu gelangen, berichtete der polnische Grenzschutz am Sonntag. Allein in diesem Jahr hat der polnische Grenzschutz mehr als 12.000 Versuche des illegalen Grenzübertritts dokumentiert.
PAP/ps