Deutsche Redaktion

Von Krakau bis nach Monte Cassino

03.07.2024 15:49
80 kleine Fiats am Start und über 3000 Kilometer zu bewältigen – am 5. Juli startet die Große Maluch-Expedition. 
80 kleine Fiats am Start und ber 3000 Kilometer zu bewltigen.
80 kleine Fiats am Start und über 3000 Kilometer zu bewältigen. Polskie Radio

Ziel der Rallye ist es, eine Million Zloty (250 000 Euro) für Kinder zu sammeln, die bei Verkehrsunfällen verletzt wurden. Am Steuer der kleinen Fiats werden echte Giganten des polnischen Sports sitzen. Unter den Fahrern sind Rallyemeister wie Longin Bielak, Sobiesław Zasada, Maciej Wisławski, Rafał Sonik, Kajetan Kajetanowicz und Bartosz Ostałowski.

Das offizielle Ende der Expedition ist für den 19. Juli auf dem Krakauer Marktplatz geplant.


Maluch bedeutet Knirps

Am 6. Juni 1973 wurde das erste Exemplar des Kleinwagens Fiat 126 im Werk des staatlichen Autoherstellers FSM in Bielsko-Biała fertig gebaut. Die Lizenz kam von den Italienern.

„Der Gedanke hinter dem Lizenzerwerb war, dem Volk ein billiges und einfach zu bedienendes Auto zu geben. Man konnte es auch selbst reparieren, obwohl es eigentlich selten kaputt ging. Der Rost war das Hauptproblem“, erinnert sich Władysław Papacz vom Lehrstuhl für Mechanik der Universität in Zielona Góra.

Das Volk verliebte sich in ein Auto, dessen Name "Maluch" vom italienischen "bambino" kommt.

Die Werke in Bielsko-Biała und Tychy haben insgesamt über 3 Millionen 300 Tausend Fiat-Kleinwägen verlassen. Der seit über 20 Jahren nicht mehr hergestellte Maluch ist immer noch auf polnischen Straßen zu sehen. Eine Legende stirbt nicht so leicht. 


IAR/jc