Betroffen seien insbesondere der Bundesstaat Jalisco und umliegende Regionen. Polnische Staatsbürger sollten sich strikt an die Anweisungen der lokalen Behörden halten. Die polnische Botschaft in Mexiko beobachte die Lage fortlaufend, sagte Wewiór.
Zugleich rief das Ministerium alle sich in Mexiko aufhaltenden Polen auf, sich im elektronischen Meldesystem „Odyseusz“ zu registrieren. „Das erleichtert in außergewöhnlichen Situationen die Kontaktaufnahme“, betonte der Sprecher. Am Sonntag seien rund 400 polnische Staatsbürger registriert gewesen, inzwischen sei die Zahl auf 448 gestiegen.
Auslöser der jüngsten Unruhen war die Tötung des Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“, bei einem Militäreinsatz im Bundesstaat Jalisco. Er galt als Anführer des Kartells Cártel Jalisco Nueva Generación (CJNG) und als einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes.
Nach seinem Tod kam es in mehreren Regionen, vor allem im Westen und Südwesten Mexikos, zu Gewalttaten. In der Metropolregion Guadalajara und im Badeort Puerto Vallarta wurden Straßen blockiert sowie Geschäfte, Banken und Fahrzeuge in Brand gesetzt. Auch im bei Touristen beliebten Bundesstaat Quintana Roo wurden mindestens elf Autos angezündet, unter anderem auf der Straße zwischen Cancún und Mérida.
Mehrere Fluggesellschaften, darunter United, Southwest, Alaska Airlines, Air Canada und WestJet/Sunwing, kündigten die Streichung von Flügen nach Puerto Vallarta, Guadalajara und Manzanillo an.
Medien warnten zugleich vor Desinformation und KI-generierten Falschmeldungen, darunter Berichte über eine angebliche Übernahme des Flughafens von Guadalajara durch ein Kartell.
PAP/jc