Über eine interaktive Karte können Nutzerinnen und Nutzer nahegelegene Schutzorte samt Adresse aufrufen. Zudem lässt sich der Weg zum ausgewählten Objekt anzeigen. Ziel sei es, im Ernstfall „schnell und niedrigschwellig Informationen bereitzustellen“, hieß es aus dem Umfeld des Innenministeriums. „Die Anwendung soll den Menschen helfen, sich im Fall einer Bedrohung besser zu orientieren“, sagte ein Ministeriumssprecher.
Angaben zur Kapazität oder zum technischen Zustand der ausgewiesenen Objekte machen die Entwickler bislang nicht. Nach Angaben des Ministeriums soll die neue App den bisherigen Dienst „Schrony“ (Schutzräume) ersetzen und schrittweise weiterentwickelt werden.
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Parallel arbeitet das Militär an einem weiteren digitalen Sicherheitsinstrument. Wie die Zeitung Rzeczpospolita berichtet, entsteht derzeit eine Anwendung zur Meldung potenzieller Sabotageakte und sicherheitsrelevanter Vorfälle, insbesondere im Bereich der Eisenbahninfrastruktur. „Geplant ist ein System, mit dem verdächtige Aktivitäten schnell und direkt an die zuständigen Dienste gemeldet werden können“, hieß es.
Über die Anwendung sollen unter anderem Hinweise auf Personen möglich sein, die kritische Infrastruktur fotografieren, auf herrenlose Gegenstände in Gleisnähe oder auf verdächtige Drohnen. Entwickelt wird das Projekt von Experten der polnischen Cyberraum-Verteidigungskräfte. Nach Militärangaben befindet sich das System derzeit in der Testphase.
IAR/jc