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Deutsche Redaktion

Weltpremiere der englischen Ausgabe der "Ładoś-Liste"

24.02.2020 12:27
Dabei handelt es sich um eine im Dezember veröffentlichte Liste von über 3200 Personen, denen polnische Diplomaten in Zusammenarbeit mit jüdischen Organisationen in der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs falsche lateinamerikanische Pässe ausgestellt haben.
Ehemaliger polnischer Botschafter in Bern, Aleksander Ładoś
Ehemaliger polnischer Botschafter in Bern, Aleksander Ładoś Wikimedia Commons/dp

Im londoner The Wiener Holocaust Library findet heute die Weltpremiere der englischen Ausgabe der "Ładoś-Liste" statt. Dabei handelt es sich um eine im Dezember veröffentlichte Liste von über 3200 Personen, denen polnische Diplomaten in Zusammenarbeit mit jüdischen Organisationen in der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs falsche lateinamerikanische Pässe ausgestellt haben. Die Dokumente haben die Chancen der Juden in ganz Europa darauf vergrößert, den Holocaust zu überleben. Die Gruppe wurde nach dem damaligen polnischen Botschafter in Bern, Aleksander Ładoś benannt.

Aktualisierte Daten der Besitzer der sogenannten Pässe des Lebens

Die englische Version der Liste wird die aktualisierten Daten der Besitzer der sogenannten "Pässe des Lebens" enthalten. Die polnische Ausgabe der Liste hat hohe Wellen geschlagen und die Festlegung der Schicksale von etwa 50 Personen ermöglicht. Geht es nach dem Mitautor der Publikation Bartłomiej Zygmunt vom Pilecki-Institut, ist diese vor allem an ausländische Wissenschaftler und jüdische Organisationen gerichtet: "Manchmal werden die Geschichten als Familiengeschichten weitergegeben, die nicht außerhalb der Gemeinschaft gelangten. Dank so einer Publikation sind wir in der Lage solche Personen zu aktivieren, etwas zu erfahren, und sie erhalten auch zusätzliche Informationen. Letztens haben wir beispielsweise erfahren, dass jemand seine Urgroßmutter auf der Liste gefunden hat", so Bartłomiej Zygmunt.

Der Ort der Londoner Premiere - The Wiener Holocaust Library ist die weltweit älteste Institution, die sich mit der Holocaust-Forschung beschäftigt. Nach der Premiere in London sind Treffen in New York und Connecticut geplant. Im März werden die Autoren zu Besuch in Deutschland sein.

Bis zu drei Tausend Gerettete

Wie Forscher betonen, enthält die Ładoś-Liste nur die Namen eines Teils derjenigen, denen die Diplomaten versucht haben, zu helfen. Laut unterschiedlichen Schätzungen, hat die Ładoś-Gruppe etwa 4-5 Tausend Dokumente ausgestellt, die gesamte Pass-Aktion umfasste zwischen 8 und 10 Tausend Menschen, wovon schätzungsweise 2-3 Tausend Juden, vor allem aus Polen, Holland und Deutschland, gerettet werden konnten.


Die "Ładoś-Liste" ist im Pilecki-Institut in Zusammenarbeit mit dem Institut des Nationalen Gedenkens, dem Jüdischen Historischen Institut, der polnischen Botschaft in Bern und dem staatlichen Auschwitz-Birkenau Museum entstanden.

IAR/adn