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Deutsche Redaktion

Seligsprechung der polnischen "Mutter der Leprakranken"

20.10.2020 10:17
Eine polnische Ärztin, die über 40 Jahre lang Leprakranke in Uganda behandelt hat, soll sechs Jahre nach ihrem Tod selig gesprochen werden.
Mutter der Leprakranken
„Mutter der Leprakranken“ Wanda Błeńska Archive/Wanda Błeńska Facebook

Wanda Błeńska, die 2014 im Alter von 103 Jahren starb, war eine weltliche Missionarin, die das Wanda Błeńska Training Center gegründet hat - eine medizinische Einrichtung in der Nähe des Viktoria-Sees. 1950 reiste sie nach Buluba, Uganda, wo sie sich freiwillig für Kranke, insbesondere Leprakranke, zur Verfügung stellte. Dank ihrer Arbeit und ihres Engagements erlangte die dortige Einrichtung der Franziskanerin weltweite Bekanntheit. Das von ihr eingerichtete Behandlungs- und Schulungszentrum, das heute ihren Namen trägt, besteht aus einem Krankenhaus mit 100 Betten, einer Kinderstation, Diagnoseeinrichtungen, Lepra-Heimen und einer Kirche.


Die Ärztin war dafür bekannt Lepra-Kranken zu helfen, ohne während der Behandlung Handschuhe zu tragen, um sie nicht zu erschrecken und zu entmutigen. Die Ärztin war dafür bekannt Lepra-Kranken zu helfen, ohne während der Behandlung Handschuhe zu tragen, um sie nicht zu erschrecken und zu entmutigen.

Błeńska, die als „Mutter der Leprakranken“ bezeichnet wird,  ist auch die Mitschöpferin moderner Methoden zur Behandlung von Lepra. An ihrem 100. Geburtstag sagte die pensionierte Ärztin: „Ich bin Gott dankbar, dass ich dort sein und Menschen helfen konnte. Es waren Jahre harter, aber glücklicher Arbeit. In dieser Zeit habe ich viel Herzlichkeit und Freundlichkeit erfahren, besonders von den Menschen, die ich in Afrika getroffen habe."

Die Ärztin war dafür bekannt Lepra-Kranken zu helfen, ohne während der Behandlung Handschuhe zu tragen, um sie nicht zu erschrecken und zu entmutigen. Dank ihr wurden Tausende von Menschen geheilt. Für Błeńska ging die Betreuung ihrer Patienten über das Physische hinaus. Ihre Würde und Gefühle waren ebenso wichtig. "Die Diagnose ist für einen Arzt ein schwieriges Thema, genauso wie man den Kranken von der Diagnose erzählt", soll sie einmal gesagt haben. Błeńska soll auch erklärt haben, dass der Patient das Recht habe, die gesamte Wahrheit über seinen Zustand zu erfahren. Sie sollte jedoch vorsichtig abgegeben werden, weil bestimmte Krankheiten wie AIDS oder Lepra zu Diskriminierung und sozialer Stigmatisierung führen können.


"Es waren Jahre harter, aber glücklicher Arbeit. In dieser Zeit habe ich viel Herzlichkeit und Freundlichkeit erfahren, besonders von den Menschen, die ich in Afrika getroffen habe." "Es waren Jahre harter, aber glücklicher Arbeit. In dieser Zeit habe ich viel Herzlichkeit und Freundlichkeit erfahren, besonders von den Menschen, die ich in Afrika getroffen habe."

Błeńska wurde 1911 in Poznań geboren. Sie studierte Medizin an der Universität von Posen und setzte ihre Ausbildung in Tropenmedizin im Ausland an der Universität in Liverpool fort. Während des Zweiten Weltkriegs trat sie der Heimatarmee bei und erhielt den Rang eines zweiten Leutnants. Ihre Aktionen, zu denen die Ausbildung von Ärzteteams, das Sammeln von Hygiene-Material und diverse Verschwörungs-Aktivitäten für den Untergrund gehörten, führten zu Haftstrafen in Danzig und Thorn. Nach dem Krieg arbeitete Błeńska als Ärztin in Krankenhäusern in Toruń, Gdynia und Gdańsk. 1950 reiste sie nach Afrika, wo sie 42 Jahre lang gearbeitet hat. Für den wohlverdienten Ruhestand zog sie zurück nach Posen. Für ihre außergewöhnlichen Leistungen wurde die Missionsärztin zur Ehrenbürgerin ihrer Heimatstadt Posen sowie Ugandas ernannt und erhielt die Ehrendoktorwürde der Medizinischen Akademie in Posen.

Zu ihren weiteren Auszeichnungen gehört das Kommandantenkreuz mit dem Stern des Ordens Polonia Restituta, der päpstliche Orden des hl. Silvester. 2007 war sie die erste Preisträgerin des Ryszard Kapuściński-Preises, der vom Marschall der Region Wielkopolska verliehen wurde.


pap/tfn/ps