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Deutsche Redaktion

Covid-19 trifft Polen hart: Mehr als 20 Tausend Neuinfektionen

29.10.2020 11:21
Insgesamt sind in Polen seit Pandemie-Beginn fast 320 Tausend Personen an Covid-19 erkrankt.
Covid-19 trifft Polen hart
Covid-19 trifft Polen harttwitter.com/@SzpitalNarodowy

Das Gesundheitsministerium hat am Donnerstag 20 156 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet und damit einen weiteren 24-Stunden-Ansteckungsrekord. 301 Personen sind in dem Zeitraum gestorben. Die meisten Neuinfektionen sind mit über 2633 Fällen in Großpolen (Poznań) gemeldet worden, gefolgt von Warschau und Umgebung (2255), Schlesien (1994) und Kleinpolen. Insgesamt sind in Polen seit Pandemie-Beginn fast 320 Tausend Personen an Covid-19 erkrankt. 5149 Menschen sind mit dem Virus gestorben.

Die Zahl der besetzten Beatmungsgeräte hat am Donnerstag 1200 überschritten. Momentan befinden sich mehr als 14 Tausend COVID-19-Patienten in Krankenhäusern, weitere 490 Tausend Personen stehen wegen möglicher Coronavirus-Infektion unter Quarantäne.

Das neue SARS-CoV-2-Coronavirus verursacht die COVID-19-Krankheit. Die Symptome sind Fieber, Husten, Atemnot, Muskelschmerzen und Müdigkeit. Es wird vermutet, dass eine Coronavirus-Infektion, die zu einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung führen kann, Ende 2019 erstmals in China auf einem Markt in Wuhan, der Hauptstadt der Provinz Hubei, auftrat.

In Reaktion auf die steigenden Infektionszahlen befindet sich ganz Polen in der "roten Zone". Restaurants dürfen nur Essen zum Mitnehmen anbieten, auch Treffen von mehr als fünf Personen sind untersagt, außer denjenigen, die gemeinsam wohnen oder arbeiten.

Geht es nach dem Premierminister sollten die Effekte der Einschränkungen bis zum Ende des Monats zu sehen sein. Falls diese nicht ausreichend sind, schließt die Regierung einen kompletten Lockdown nicht aus.

Das deutsche Robert Koch Institut hat Polen nun als Risikogebiet eingestuft. Rückkehrer aus Polen müssen für 14 Tage in Quarantäne, können die Zeit aber durch Corona-Tests verkürzen. Eine Ausnahme gilt für Berufspendler, Schüler und Studierende.


IAR/jc