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Deutsche Redaktion

Frauenprotest wird international

30.10.2020 09:11
Tausende Demonstranten weltweit haben in den letzten Tagen den polnischen Frauenstreik unterstützt. Für heute ist ein Marsch in Warschau geplant. Regierung appelliert die Proteste zu unterlassen.
Uczestnicy protestu w okolicy Sejmu w Warszawie
Uczestnicy protestu w okolicy Sejmu w WarszawiePAP/Paweł Supernak

Tausende Demonstranten weltweit haben in den letzten Tagen den polnischen Frauenstreik unterstützt. So haben sich in Oslo, Chicago, Glasgow, Brüssel, Berlin, Tel Aviv und vielen anderen Städten Menschen vor polnischen Botschaften versammelt um ihre Solidarität mit den polnischen Frauen zu zeigen. Die Versammlungen waren unterschiedlich groß: Zehn versammelten sich am Mittwoch vor der polnischen Botschaft in Rom, Hunderte in Oslo und mehr als tausend in Stockholm.

Seit mehr als einer  Woche wird in Polen gegen eine Verschärfung des Abtreibungsverbots demonstriert. Aus Protest blieben am Mittwoch Zigtausende Frauen der Arbeit fern. Alleine in Warschau, Wrocław, Łódź, Kraków und Poznań gingen am Mittwochabend mehr als 150 Tausend Menschen auf die Straßen um gegen die Entscheidung des Verfassungsgerichts zu demonstrieren, meldete die Nachrichtenagentur des Polnischen Rundfunks. Demonstrationen gab es auch in kleinen Ortschaften und Dörfern.

"Es ging nicht darum, ob jemand eine Abtreibung hatte oder nicht, sondern darum, dass Menschen auf der ganzen Welt die Wahl haben", sagte Justyna Bober, 32, die bei der Organisation des Protestes in Stockholm half. Die Demonstranten sangen "Revolution ist eine Frau" und projizierten die Aufschrift "Streikende polnische Frauen" in weißen und roten Lichtern auf die Wand eines Gebäudes, wie Fotos auf Facebook zeigten.

Auch in London und Wien wurde in den letzten Tagen demonstriert.

Massenprotest in Warschau

Für den heutigen Freitag ist eine Massendemonstration in Warschau geplant. Die Demonstranten würden ihren Marsch von drei markanten Orten in der Innenstadt aus starten, darunter das Regierungsgebäude und die Zentrale der Regierungspartei PiS, sagte Leiterin Marta Lempart von der Organisation Allpolnischer Frauenstreik am Donnerstag. "Wo wir dann hingehen, das wird sich noch zeigen."

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki fordert unter Verweis auf die Coronavirus-Pandemie ein Ende der Proteste gegen die Verschärfung des Abtreibungsrechts. Die Protestierenden würden die massiven gesundheitlichen Risiken missachten, sagte Morawiecki am Dienstag vor Journalisten.

"Wir leben in einer Zeit der Pandemie. Ich appelliere an alle, die heute gegen das Recht verstoßen, die Proteste zu unterlassen (…) Die Epidemie ist gefährlich und solche Proteste müssen wegen der Epidemie eingeschränkt werden. Die Teilnahme an solchen Kundgebungen bedroht nicht nur das eigene Leben, aber auch das Leben der Anderen", sagte er.


PAP/reuters/afx/jc