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Deutsche Redaktion

Polen ist offen für neue Investitionen in der Kohlegrube Turów

22.06.2021 09:29
Unter anderem soll eine Wasserentnahmestelle gebaut werden – diese Forderung hat die tschechische Seite gestellt. Prag befürchtet einen negativen Einfluss des Kohleabbaus im polnischen Turów auf den Grundwasserstand in den angrenzenden Regionen.
Kopalnia Turów
Kopalnia TurówDAVID W CERNY/FORUM

Polen ist offen für neue Investitionen in der Kohlegrube Turów. Unter anderem soll eine Wasserentnahmestelle gebaut werden – diese Forderung hat die tschechische Seite gestellt. Prag befürchtet einen negativen Einfluss des Kohleabbaus im polnischen Turów auf den Grundwasserstand in den angrenzenden Regionen.

Wie Klima- und Umweltminister Michał Kurtyka betonte, sei eine Einigung das Ziel und nicht ein Gerichtsverfahren. “Wir wissen, welch große Emotionen und Erwartungen die Einwohner der Regionen Liberadzkie, Bogatynia und Turów damit verbinden, dass dieses Übereinkommen erreicht wird”, so Kurtyka.

Im Mai hatte der Europäische Gerichtshof den Antrag der tschechischen Regierung bewilligt, die eine Suspendierung des Abbaus bis zur Klärung des Konflikts forderte. Dazu ist es jedoch nicht gekommen. Daher fordert Tschechien nun, dass Polen 5 Millionen Euro Bußgeld für jeden Tag zahlt, den es trotz Suspendierungspflicht weiter Kohle in Turów abbaut.


IAR/jc