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Deutsche Redaktion

Gedenktafel für Witold Gombrowicz in Berlin

19.07.2021 12:09
Polnisches Kulturministerium erinnert an den hervorragenden polnischen Schriftsteller
Die Gedenktafel fr Witold Gombrowicz in Berlin
Die Gedenktafel für Witold Gombrowicz in BerlinFoto: fot. © Arkadiusz Łuba

Am heutigen Abend wird eine Gedenktafel für den hervorragenden polnischen Schriftsteller Witold Gombrowicz an dem Gebäude in der Bartningallee 11-13 in Berlin enthüllt. Das Ministerium für Kultur, Nationales Erbe und Sport der Republik Polen hat die Gedenktafel in Zusammenarbeit mit der Botschaft bereits 2020 bereit gestellt. Die pandemischen Einschränkungen haben es allerdings nicht ermöglicht, die Enthüllung voriges Jahr zu feiern.

Gombrowicz gehörte zu den bedeutendsten Schriftstellern der polnischen Literatur und Weltliteratur des 20. Jahrhunderts. 1963 kam er auf Einladung der amerikanischen „Ford Stiftung“ für ein Jahr nach Berlin. Er wohnte zunächst in der Akademie der Künste, dann in der Bartningallee 11/13 im Berliner Hansaviertel. Nach 23 Jahren, die er in Argentinien verbracht hatte, war er wieder in Europa.

Seine Erinnerungen an die Berliner Zeit schrieb Gombrowicz in sein berühmtes Tagebuch, die als "Berliner Notizen" im Verlag FotoTapeta in der Übersetzung von Olaf Kühl erschienen sind. Eine daraus zitierte Stelle ist in polnischer und deutscher Sprache auf der Gedenktafel zu lesen. Auf metaphysische Art und Weise gibt sie die Stimmung des damaligen geteilten Berlins wieder. Es handelt sich um eine Beschreibung des aus dem Fenster gesehenen Umgebung:

„Ausblick aus meinen Fenstern im fünfzehnten Stock: die fahlen Teiche des weitläufigen, eingeschläferten Parks, gleich dahinter, einen Kilometer entfernt, der Kurfürstendamm, der Zoo, das eigentliche Zentrum Westberlins, von amerikanischem Profil, pulsierend, gleißend, blinkend, Neoreklamen gehen an und aus, die Alleen von Autos beschwärmt, am Horizont der elektrische Feuerschein. Aus dem anderen riesengroßen Fenster: Dämmer und Geheimnis, riesiges Schweigen, hinter der Mauer hat sich Ostberlin breitgemacht mit langen, traurig beleuchteten Straßen. Schornsteine, Türme, die im frühen Frost des Winters verschwimmen, irgendwo dort glänzt etwas, ich greife zum Fernglas, ein Hochhaus wohl, vielleicht auf einem Hügel...“.

Die Gedenktafel wurde von der Reklamespezialistin Małgorzata Bujnik entworfen. Bei der Feierlichkeiten sprechen Jolanta Miśkowiec, Departementvicedirektorin aus dem polnischen Kulturministerium und der Botschafter der Republik Polen in Deutschland Prof. Andrzej Przyłębski. Über die Feierlichkeiten berichten wir in den kommenden Tagen.


INFO/A. ŁUBA