„Wir sind immer offen und bereit zu helfen — das sieht man am besten an der Situation in der Ukraine. Im Falle unserer westlichen Nachbarn kann ich einen kleinen Scherz machen: Wir helfen Deutschland gerne, wenn es darum bittet. Aber bisher hat es nicht um Hilfe gebeten, sondern nur verkündet, dass das Gas geteilt werden muss", so die Antwort des Politikers.
Das Hauptziel sei aus seiner Sicht die Energiesicherheit für die polnische Bevölkerung. Auch erwarte er zunächst eine Entschuldigung von Deutschland für die Aussage, dass die Projekte Nord Stream 1 und 2 Geschäftsprojekte privater Unternehmen seien, die nichts mit der Wirtschaftspolitik Deutschlands oder Russlands zu tun hätten. Seiner Einschätzung nach hat sich Deutschland vollständig von russischen Energieressourcen abhängig gemacht. Ob dies jedoch tatsächlich so geplant war, könne man heute nicht mehr nachvollziehen.
Anschließend äußerte sich der PiS-Politiker zur Frage nach ausstehenden Reparationszahlungen Deutschlands an Polen. Mit Bezug auf die Erklärung von Parteipräsident Jarosław Kaczyński, einen ersten Teilbericht über die polnischen Verluste während des Zweiten Weltkriegs zu veröffentlichen, verwies er auf die Bedeutung diplomatischer Maßnahmen. Dennoch gebe es auch andere Möglichkeiten, die je nach Entwicklung der Situation eingeleitet werden könnten. „Irgendwo müssen wir ja anfangen, und die Veröffentlichung dieses Berichts wird ein Anfang sein“, kündigte Sobolewski an.
PAP/js