Letzte Woche hatte Premierminister Mateusz Morawiecki betont, er habe staatliche Kohleunternehmen angewiesen, „die Produktion zu erhöhen, damit Polen einen Kohleüberschuss hat“. Die Reserven würden „für die nächsten zwei Winter“ ausreichen, sagte er und fügte hinzu, dass „Polen über genügend Erdgas-Vorräte verfügt, um die Inlandsnachfrage zu decken". Der Heizkostenzuschuss soll automatisch ausgezahlt werden.
Die Regierung erarbeitet außerdem ein zusätzliches Programm, um die finanziellen Auswirkungen der gestiegenen Energiekosten abzumildern, kündigte der Finanzminister diese Woche an.
Inzwischen ist die neue Gas-Verbindung Baltic-Pipe fast fertig. Die Rohre sollen schon im Herbst norwegisches Gas nach Polen pumpen, versprach Morawiecki Mitte Juli „Putin erpresst heute ganz Europa: Deutschland, die Niederlande, Österreich, begrenzt die Gaslieferungen auf brutale Weise (…) Wir haben keine solche Abhängigkeit von Russland – zum ersten Mal, seit wir Gas kaufen", so Morawiecki.
Die Baltic Pipe ist ein polnisch-dänisches strategisches Gasinfrastrukturprojekt, das den Transport von Gas vom norwegischen Schelf in der Nordsee nach Polen ermöglichen und im Oktober 2022 in Betrieb gehen wird.
IAR/jc