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Regierungssprecher: Polen kann von Russland keine Reparationen fordern, weil es den Krieg nicht verloren hat

20.09.2022 13:17
"Was Russland betrifft, können wir nicht von Reparationen sprechen, denn Reparationen werden von den Besiegten gezahlt. Wir können über andere Formen der Wiedergutmachung sprechen", betonte ein Sprecher der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS).
Radosław Fogiel
Radosław FogielPR24/AK

Der parlamentartische Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten habe im Fall der Verluste, die Polen infolge des Überfalls Russlands im Zweiten Weltkrieg erlitten habe, einen Gesamtentwurf vorgelegt, erklärte Radosław Fogiel, Sprecher der Regierungspartei (PiS) gegenüber der Zeitung Rzeczpospolita. Demnach solle ein Bericht wie im Falle Deutschlands vorbereitet werden.

"Im Fall von Deutschland sind wir natürlich schon auf einem ganz anderen Stand, denn wir haben den Bericht und die entsprechenden Berechnungen. Hinzu kommt, dass es sich im Falle Deutschlands um ein Land handelt, das den Krieg begonnen hat. Wir sollten uns daran erinnern, dass die UdSSR - formal gesehen - der Staat war, der den Krieg gewonnen hat. Deshalb können wir im Falle Russlands nicht von Reparationen sprechen, denn Reparationen werden von den Besiegten gezahlt. Wir können über andere Formen der Wiedergutmachung sprechen", betonte der Parlamentarier im Gespräch.

Zu den Verlusten, die Polen während des Zweiten Weltkriegs durch die deutsche Besatzung erlitten hat, wurde am 1. September im Königsschloss in Warschau ein Bericht veröffentlicht. Darin fordert Polen von Deutschland Reparationen in Höhe von 1,3 Billionen Euro. Derzeit arbeite die polnische Regierung an einer diplomatischen Note dazu, die voraussichtlich in den kommenden Wochen veröffentlicht werde, berichteten Medien. 


rp.pl/ps