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TVP Info veröffentlicht archivalen Brief von Oppositionsführer Tusk an Putin

22.09.2022 10:40
“Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Beamter, der seine Pflichten ernst nimmt, so etwas schreiben konnte”, kommentiert das Schreiben Vize-Außenminister Piotr Wawrzyk. Die oppositionsnahe Gazeta Wyborcza sieht den Grund für die Kampagne gegen den Bürgerplattformchef in den steigenden Umfragewerten der größten Oppositionspartei.
TVP INFO ujawniło list Donalda Tuska do Władimira Putina
TVP INFO ujawniło list Donalda Tuska do Władimira PutinaPAP/Piotr Polak/Twitter

Der Nationale Fernsehsender TVP Info nimmt Ex-Premier und EU-Ratspräsident Donald Tusk für seine einstige Russlandpolitik ins Fadenkreuz. Wie der Sender berichtet, soll der damalige Ministerpräsident 2008 in einem Brief an Putin von einer “neuen Philosophie” des Resets mit Russland geschrieben, Putin nach Polen eingeladen und hinzugefügt haben, dass die “polnisch-russischen Beziehungen stärker an den Kontext der Beziehungen zwischen der Beziehungen zwischen Russland und der EU gebunden” werden sollten.

Er könne sich nicht vorstellen, dass er ein solches Dokument von Beamten des polnischen Staates erhält, kommentiert den Brief im Gespräch mit dem Sender Vize-Außenminister Piotr Wawrzyk. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Beamter, der seine Pflichten ernst nimmt, so etwas schreiben konnte”. Seiner Meinung nach, sollte Tusk aus der politischen Szene eliminiert werden, da er den Namen eines polnischen Politikers nicht verdiene. Die Versuche, sich mit Russland zu verständigen aus diesen Jahren würden das “Wesen der Politik der Bürgerplattform” zeigen, so Wawrzyk.

Die neuesten Attacken auf Tusk würden mit den aktuellen Umfragen zusammenhängen, in denen sich die Bürgerplattform der 30-Prozent-Marke nähert, beobachtet indes im Zusammenhang mit den Angriffen die linksliberale Gazeta Wyborcza. Und mit dem neuerlichen Auftritt Tusks in Potsdam. Tusk sei der einzige polnische Redner gewesen und habe unter anderem mehr Engagement für die Ukraine gefordert. Er habe eigentlich das gesagt, was die PiS-Politiker seit Monaten wiederholen würden. Statt Unterstützung zu erhalten, habe er jedoch die politischen Gegner damit in Rage gebracht. Der Wahlkampf habe begonnen und uns würden Monate politischer Scheinheiligkeit sowie Rowdytums bevorstehen, zitiert das Blatt Politiker der Bürgerplattform. 

TVP Info/niezalezna.pl/Gazeta Wyborcza/adn