Polen leistet einen wichtigen Beitrag zur europäischen Schulungsmission für ukrainische Soldaten, betonte in Luxemburg EU-Chefdiplomat Josep Borrell im Vorfeld des heutigen Außenministertreffens der 27 Mitgliedstaaten. Die Außenminister sollen heute das grüne Licht für eine solche Mission auf EU-Gebiet bestätigen. In Polen ist die Einsatzleitung des Unterfangens geplant. Auch die Schulung der Mehrheit der 15 Tausend ukrainischen Soldaten soll auf polnischem Staatsgebiet erfolgen. “Es ist offensichtlich, dass wir durch eine Verbindung der Möglichkeiten der europäischen Armeen viel mehr anbieten können”, so Borrell. Bisher hatten die EU-Staaten ukrainische Soldaten auf bilateraler Basis geschult. Nun soll die Schulung auf EU-Ebene koordiniert werden. Die Mission soll im kommenden Monat starten.
Die Mission soll im kommenden Monat starten und die Ukrainer besser auf den Kampf gegen Russland vorbereiten.
In der ersten Etappe soll es vor allem um grundlegendes Wissen und Fähigkeiten gehen - den Umgang mit Waffen, Patrouillieren, medizinische Hilfe. In der zweiten Etappe werden spezialistische Schulungen aus dem Bereich der Bedienung von Artillerie, von Luftabwehrsystemen oder Vorbereitung für Sniper angeboten. Die letzte Etappe besteht in der Integration im Rahmen der Bataillone. Im Rahmen des Unterfangens sollen auch Offiziere unter anderem in der Taktik der Kriegsführung geschult werden.
Die Idee, ukrainische Soldaten in der EU zu schulen, war schon vor dem russischen Angriff aufgetaucht, doch damals hat die Einstimmigkeit in Bezug auf die Idee gefehlt. Infolge der russischen Aggression hat sich die Haltung der EU-Spitzenpolitiker verändert, so dass die Mission heute abgesegnet werden konnte. “Diese Mission ist nicht nur daher wichtig, da sie den Ukrainern eine Schulung in westlichem Standard ermöglicht. Sie bietet der Ukraine”, wie einer der EU-Experten erklärte, “gewissermaßen eine militärische Verankerung in der EU.”
IAR/Beata Płomecka/Bruksela/i mg/w mt/adn