„Ja, natürlich werden wir eine solche Variante in Erwägung ziehen, aber wir möchten darauf hinweisen, dass niemand Ausrüstungen erhalten will, damit sie herumsteht", so der Regierungschef. Auch im westlichen Teil der Ukraine würden Menschen sterben. „Deshalb sollen die Waffen, die geschickt werden, so gut wie möglich zur Verteidigung des ukrainischen Luftraums dienen. Auf diese Weise werden sie auch der Verteidigung des polnischen Luftraums dienen", fügte Morawiecki hinzu.
Letzte Woche hat die deutsche Regierung Polen angeboten, das in den USA hergestellte Luftabwehrsystem zu liefern. Der Vorschlag kam, nachdem eine verirrte Rakete nahe der ukrainischen Grenze abgestürzt war und zwei polnische Staatsbürger getötet hatte. Warschau hat daraufhin erklärt, dass die Patriots stattdessen in der Ukraine stationiert werden sollten, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP.
Deutschlands Verteidigungsministerin zufolge könnten die Luftabwehrsysteme aber aufgrund von Nato-Bestimmungen nicht an die Ukraine übergeben werden. „Diese Patriots sind Teil der integrierten Luftverteidigung der Nato, was bedeutet, dass sie auf Nato-Territorium stationiert werden müssen", sagte Christine Lambrecht am Donnerstag.
PAP/ps