Wie Arkadiusz Mularczyk betonte, habe Berlin auf die diplomatische Note des polnischen Außenministeriums bezüglich der Entschädigung für polnische Kriegsverluste, „respektlos” reagiert.
Nach Ansicht der deutschen Regierung ist die Frage der Reparationen und Entschädigungen für die Verluste des Zweiten Weltkriegs „nach wie vor abgeschlossen.”
Wie Mularczyk am Mittwoch sagte, werde er das Thema bei seinem Besuch in Washington ansprechen. „Ich beabsichtige, den US-Kongress zu besuchen und mich mit Kongressabgeordneten sowie Senatoren zu treffen ... Unser Botschafter Marek Magierowski bereitet eine Liste von Treffen vor.”
„Ich denke, dass die amerikanische Unterstützung heute absolut wichtig und entscheidend ist”, fügte der Politiker hinzu.
Wie Mularczyk hinzufügte, sei die Reaktion von deutscher Seite umso überraschender, da das Thema in den bilateralen Beziehungen bisher nie angesprochen worden sei. Es habe dazu nie irgenwelche Treffen, Gespräche oder Verhandlungen gegeben.
Anfang Oktober hatte Polens Regierung in einer diplomatischen Note 1,3 Billionen Euro Entschädigung für die von Polen während des Zweiten Weltkriegs erlittenen Schäden gefordert. Die Bundesregierung lehnt jegliche Reparationsforderungen ab. Für sie ist die Frage mit dem 2+4-Vertrag über die außenpolitischen Aspekte der deutschen Einheit abgeschlossen.
IAR/jc