Deutschland sollte den Transfer von Leopard-Panzern aus deutscher Produktion von Polen in die Ukraine erlauben, sagte der Leiter des Präsidialamtes am Freitag gegenüber Medien. Ihm zufolge würde die Koalition von Staaten, die das Transferprogramm durchführen, bereits funktionieren.
„An dieser Koalition beteiligen sich zum Beispiel Finnland, Dänemark und auch Großbritannien, das natürlich keine Leopard-Panzer besitzt, sondern nur seine eigenen Modelle, die Challenger-Panzer (...). Wir können also von einer breiten Koalition sprechen", so Pawel Szrot.
Auf die Frage, ob es einen offiziellen Dialog zwischen Warschau und Berlin über die Möglichkeit der Übergabe der deutschen Leopard-Panzer an die Ukraine gebe, sagte der Beamte, dies seien „die Geheimnisse der diplomatischen Küche". In Deutschland gebe es aber Stimmen unter deutschen Politikern, die diese Lösung unterstützen, fügte er hinzu.
„Ich denke, wenn sie vernünftig beurteilen, wie das Bündnis seine Sicherheit behandeln sollte, wie aktiv es die Ukraine bei der Verteidigung nicht nur ihres Territoriums, sondern auch ganz Europas unterstützen sollte, dann sollten sie eine positive Entscheidung treffen", erklärte Szrot.
USA „respektieren souveräne Entscheidungen"
Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates des Weißen Hauses teilte am Freitag mit, Präsident Joe Biden würde die Pläne Polens und Großbritanniens zur Übergabe von Panzern an die Ukraine „voll und ganz" unterstützen. „Wir respektieren diese Souveränität und sind für jede zusätzliche Unterstützung dankbar", betonte er. Nicht alle Rüstungsgüter müssten aus den USA kommen, erklärte er.
„Manchmal kommen sie aus anderen Ländern, was für die Ukrainer vielleicht besser ist, weil sie schneller dorthin gelangen können oder nicht so viel Ausbildung brauchen", fügte er hinzu. John Kirby schloss nicht aus, dass die USA in Zukunft ebenfalls Panzer an die Ukraine liefern werden.
PAP/ps