Polen sollte den russischen Botschafter ausweisen, sagt PiS-Generalsekretär Krzysztof Sobolewski. Er hoffe, so Sobolewski im Gespräch mit dem ersten Programm des Polnischen Rundfunks, dass der Botschafter dieses Jahr auf Provokationen im Zusammenhang mit dem russischen Tag des Sieges im Zweiten Weltkrieg verzichtet. "Wenn es aber wieder zu einem Versuch kommen sollte, die sowjetischen Besatzer zu ehren, wie im vergangenen Jahr, dann sollte unsere Reaktion entschlossen sein”, so Sobolewski. Wie der PiS-Generalsekretär erinnerte, hätten die Sowjets Polen nicht befreit, sondern eine Besatzung in eine andere verwandelt, die dazu noch länger dauerte und große Schäden angerichtet habe.
Bei der heutigen Siegesparade in Moskau werden die Präsidenten Kasachstans, Tadschikistans, Usbekistans und Weißrusslands sowie der Premierminister Armeniens anwesend sein. Ende April hatte der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow zudem auch über den Besuch des kirgisischen Staatspräsidenten informiert. In sechs russischen Regionen und auf der besetzten Krim sind die Feierlichkeiten indes abgesagt worden. Auch in 21 Städten in anderen Regionen des Landes werden keine Paraden stattfinden. Auch die Märsche des Unsterblichen Regiments, eine Initiative, bei der Russen Fotos ihrer Familienmitglieder, die am Großen Vaterländischen Krieg teilgenommen haben, hochhalten, werden in diesem Jahr nicht stattfinden.
IAR/adn