Der Europäische Verkehrssicherheitsrat (ETSC) hat Polen zum ersten Mal mit seinem Preis für die Straßenverkehrssicherheit ausgezeichnet. Nach Angaben des ETSC hat Polen zwischen 2012 und 2022 die Zahl der Verkehrsopfer um 47 Prozent gesenkt. Dies habe nur der letztjährige Gewinner, Litauen, übertroffen. Der durchschnittliche Rückgang in der EU lag bei 22 Prozent. Die Zahl der Unfallopfer im Straßenverkehr lag in Polen im vergangenen Jahr bei 50 pro Million, gegenüber 93 pro Million im Jahr 2012.
Die ETSC-Experten begründeten ihre Entscheidung, den diesjährigen Preis an Polen zu verleihen, u.a. mit folgenden Faktoren:
- Polens umfassendes nationales Verkehrssicherheitsprogramm 2021-2030, mit dem die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten um 50 Prozent gesenkt werden soll,
- die Ausweitung des Netzes von Radarkameras und Abstandshaltern
- sowie eine Zunahme der Kontrollen von Alkohol am Steuer um durchschnittlich 19 Prozent pro Jahr zwischen 2010 und 2019.
Laut der neuesten Analyse des ETSC sei die Zahl der Verkehrstoten in der EU im vergangenen Jahr um 4 Prozent auf 20.679 gestiegen. Das ETSC ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation mit Sitz in Brüssel, die sich für die Senkung der Zahl der Verkehrsopfer und Verletzten in Europa einsetzt.
PAP/ps