„Um dies zu verhindern, muss die gesamte freie Welt alles tun, um die Russen aufzuhalten“, warnte Malar am Donnerstag. „Die Folgen eines möglichen Angriffs werden in ganz Europa zu spüren sein“. Laut der Politikerin, bedrohen die Aktionen der Russen nicht nur die Ukraine selbst, sondern auch das gesamte europäische Ökosystem.
Ein Beispiel sei die Zerstörung des Kachowka-Staudamms. „Darunter litt nicht nur die Bevölkerung. Es kam zu einer Ausbreitung von für Mensch und Tier gefährlichen Bakterien. Das Wasser hat nicht nur Häuser und Infrastrukturen überflutet, sondern auch weite Landstriche verseucht“.
„Die Russen sind bereit, für ihre Verbrechen mit dem Leben ihrer eigenen Bevölkerung und der von ihnen eroberten Gebiete zu bezahlen - wie in Kachowka.“ Daher, so Malar, sei jede kritische Infrastruktureinrichtung in russisch besetztem Gebiet eine Bedrohung.
Vorige Woche wanrte Selenskyj vor einem eventuellen „Terroranschlag“ mit der Freisetzung radioaktiver Strahlung im besetzten Kernkraftwerk Saporischschja. Wie er betonte, gehe dies aus Daten des ukrainischen Geheimdienstes hervor. „Der Geheimdienst hat Informationen erhalten, wonach Russland das Szenario eines Terroranschlags auf das Kernkraftwerk Saporischschja erwägt - einen Terroranschlag, der zur Freisetzung radioaktiver Strahlung führen kann. Sie haben alles dafür vorbereitet“, sagte Selenskyj in einer Botschaft auf Telegramm.
„Wir geben alle Informationen, die wir haben, an unsere Partner weiter - an alle in der Welt. Europa, Amerika, China, Brasilien, Indien, die arabische Welt, Afrika - alle Länder, absolut alle Länder sollten davon wissen“, erklärte er. „Die Welt ist gewarnt und kann und sollte handeln“, fügte er hinzu.
In den letzten Monaten haben russische Invasionstruppen das Kraftwerksgelände wiederholt beschossen. Zudem ist das AKW vor Kurzem zusätzlich vermint worden. Nach Ansicht der Behörden in Kiew drohe dadurch eine Strahlungsgefahr mit schwer absehbaren Folgen.
PAP/jc