„Die Situation an der Grenze zu Belarus ist angespannt. Die Information über die Möglichkeit des Auftauchens einer großen Anzahl von Soldaten ist eine sehr zuverlässige Information. Bislang ist es noch nicht dazu gekommen, aber wir müssen auf dieses Szenario vorbereitet sein“, schrieb Kamiński. Wie er hinzufügte, werde auch die Zahl der Soldaten an der Grenze erhöht. „Wir werden jedoch je nach Situation handeln, und wenn es nötig ist, werden diese Kräfte weiter verstärkt“, so der Innenminister.
Provokationen der Wagner-Gruppe vor Nato-Gipfel?
Am Mittwoch kündigte der stellvertretende Ministerpräsident und PiS-Parteiführer Jarosław Kaczyński an, Polen werde seine Ostgrenze personell und materiell verstärken. Die Wagner-Söldner könnten Migranten aus Afrika und anderen Ländern, in denen die paramilitärische Formation tätig ist, dazu benutzen, die Region zu destabilisieren, sagte der Leiter des polnischen Büros für Nationale Sicherheit in einem Interview mit der Financial Times.
Nach Angaben eines polnischen Vize-Außenministers sei insbesondere vor dem NATO-Gipfel im Juli in Vilnius mit Provokationen der Wagner-Gruppe in Belarus zu rechnen. Am Samstag versuchten 187 Personen, illegal von Belarus nach Polen zu gelangen, berichtete der polnische Grenzschutz am Sonntag. Allein in diesem Jahr hat der polnische Grenzschutz mehr als 12.000 Versuche des illegalen Grenzübertritts dokumentiert.
PAP/jc