Deutsche Redaktion

Festnahmen nach Angriff auf polnische Kultstätte in Jerusalem

16.07.2023 22:00
Die Zahl der antichristlichen Vorfälle in der Jerusalemer Altstadt hat in letzter Zeit zugenommen. Mitglieder christlicher Gemeinden berichten, dass sie von aggressiven jüdischen Ultranationalisten belästigt und eingeschüchtert werden.
Za szybkąreakcję po dewastacji Domu Polskiego w Jerozolimie podziękował władzom Izraela wiceszef MSZ
Za szybką reakcję po dewastacji Domu Polskiego w Jerozolimie podziękował władzom Izraela wiceszef MSZFoto: PAP/Mateusz Marek/ Twitter/@molkas2

Polens stellvertretender Außenminister hat den israelischen Behörden für ihre schnelle Reaktion auf die Schändung einer polnischen Kirche in Jerusalem gedankt. „Das Außenministerium dankt für die schnelle Reaktion des Staates Israel auf unsere Intervention zur Verteidigung des polnischen Hauses in Jerusalem und die Festnahme der mutmaßlichen Attentäter", schrieb der stellvertretende Außenminister Paweł Jabłoński am Sonntag auf Twitter. 

Er hoffe, die Angelegenheit werde richtig aufgeklärt und ähnliche Angriffe würden sich in Zukunft nicht wiederholen. Er hoffe auch, die israelische Polizei sowie andere israelische Dienste würden in der Lage sein, die Sicherheit der polnischen Elisabethinerinnen und anderer Christen in Jerusalem zu garantieren, so Jabłoński weiter. „Polen ist zutiefst besorgt über die wiederkehrenden physischen Angriffe auf die Pilger und Mitglieder des Klosters der polnischen Elisabethinerinnen (,Neues Polnisches Haus') in #Jerusalem. Wir hoffen, dass die zuständigen israelischen Behörden adäquat reagieren werden", schrieb die polnische Botschaft in Israel am Samstag auf Twitter.

Wie die israelische Polizei mitteilte, wurden in der Nacht zum Samstag zwei Einwohner Jerusalems verhaftet. Sie werden verdächtigt, das Kloster des polnischen Elisabethinerinnen-Ordens (Neues Polnisches Haus) in der Hahoma HaShlishit-Straße in Jerusalem beschädigt zu haben. Die beiden verdächtigen Männer im Alter von 18 und 24 Jahren wurden zum Verhör vorgeladen. Insgesamt wurden vier Verdächtige gefasst, von denen nur zwei vor Gericht gestellt werden.


PAP/ps