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Morawiecki: Weitere Provokationen werden folgen

03.08.2023 11:43
Der Schutz vor russischen Provokationen und Maßnahmen zur Bewachung der so genannten Suwałki-Lücke - unter anderem darüber sprachen der Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und der litauische Präsident Gitanas Nauseda in dem polnischen Ort Suwałki. 
Premier Mateusz Morawiecki i prezydent Litwy Gitanas Nauseda
Premier Mateusz Morawiecki i prezydent Litwy Gitanas NausedaWojciech Olkuśnik/PAP

Die dringenden Konsultationen haben mit der jüngsten Verletzung des polnischen Luftraums durch belarussische Hubschrauber zu tun.

Wie Nauseda am Donnerstag betonte, erwäge seine Regierung die Grenze zu Belarus zu schließen, aber das müsste mit Polen und Lettland koordiniert werden, sagte er nach dem Treffen. „Wir haben den Schutz unserer Grenze verstärkt, nachdem die Wagner-Gruppe ihre Einheiten in Belarus stationiert hat“, so der litauische Präsident. „Wir sehen, dass die militärische Gruppe in Belarus eine große Versuchung für Lukaschenko und Putin sein kann, sie für Provokationen gegen NATO-Länder zu nutzen“, warnte Nauseda.

Die Situation in Belarus müsse ganzheitlich betrachtet werden, fügte er hinzu. „Die Präsenz der Wagner-Gruppe in Belarus ist nur ein Faktor für die Eskalation. Wir sehen, dass Belarus nach wie vor Pläne zur Stationierung von Atomwaffen auf seinem Territorium verfolgt“.

Auch Polens Premierminister warnte vor neuen Provokationen. Morawieckis Ansicht nach, werden „weitere Provokationen“ folgen.

„Wir haben Arbeitsplätze verteidigt, wir haben die polnische Wirtschaft verteidigt, und heute verteidigen wir die polnische Grenze entschlossen gegen Aleksandr Lukaschenkos Provokateure, gegen die Wagner-Gruppe“, sagte er.

„Diese Provokationen werden sich wiederholen, daran habe ich keinen Zweifel. Aber gerade die Verlegung von Militäreinheiten hierher, die Verstärkung der Verteidigungslinie auch durch physische Befestigungen, durch die Verstärkung unseres Grenzschutzes, durch mehr Grenzschutzbeamte, durch mehr Polizisten, das sind Maßnahmen, die unsere Bürger schützen“.

„Das heißt nicht, dass hier keine Maus durchschlüpfen kann. Ich möchte alle unsere Landsleute, unsere lieben Bürgerinnen und Bürger auf diese Gefahr aufmerksam machen, in der wir uns befinden“.


PAP/jc