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Nach Hubschrauber-Vorfall: Verteidigungsminister Błaszczak sieht Vorgängerregierung für unzureichende Luftverteidigung verantwortlich

04.08.2023 10:57
Nachdem die Opposition die löchrige Luftabwehr bemängelte, postete der Verteidigungsminister eine Grafik mit Luftverteidigungs-Raketeneinheiten, die von der Bürgerplattform in den Jahren 2010-2011 abgeschafft wurden.
Warschau wirft Belarus Verletzung des polnischen Luftraums bei Militrbung vor.
Warschau wirft Belarus Verletzung des polnischen Luftraums bei Militärübung vor.PAP/Darek Delmanowicz

Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak wehrt sich gegen Vorwürfe nach dem Hubschraubervorfall an der weißrussischen Grenze und sieht die Verantwortung für die unzureichende Luftverteidigung bei der Vorgängerregierung. “Die Entscheidungen der Regierung von Donald Tusk zeigen deutlich, wer für den angeblichen löchrigen Himmel über Polen verantwortlich ist; sie haben die Einheiten abgeschafft, die für die Verteidigung unseres Himmels verantwortlich waren, während wir in den letzten Jahren die Luftverteidigung verstärkt haben - schrieb der Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak am Freitag auf Twitter. Die Regierung PiS, so der Politiker, habe Patriot-Batterien gekauft und Narew- und Pilica+-Systeme mit Bystra-Radaren, Poprad-Systeme und Piorun-Raketenwerfer bestellt.

Zudem hat Błaszczak auch eine Grafik gespostet, die "Luftverteidigungs-Raketeneinheiten zeigt, die von der Bürgerplattform in den Jahren 2010-2011 abgeschafft wurden".


Nach dem Vorfall, bei dem zwei belarussische Hubschrauber den polnischen Luftraum verletzt hatten, hatte die Opposition Kritik an der unzureichenden Reaktion der Regierung geübt, die eine Verletzung des Luftraums zuerst dementiert und dann erst einige Stunden später bestätigt hatte. Am Donnerstag hat der Co-Vorsitzende der Neuen Linken und Europaabgeordnete Robert Biedroń auf einer Pressekonferenz angekündigt, dass die Abgeordneten der Linken während der August-Sitzung des Sejm Informationen über die Sicherheit Polens von Premierminister Mateusz Morawiecki und Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak fordern werden.

Der Europaabgeordnete der Linken warf der Regierung zudem vor, dass wir einen "löchrigen Himmel" haben, der nicht ausreichend geschützt ist. "Diejenigen, die anstelle von Sicherheitsmaßnahmen Angst säen" - sagte er. "Diese Angstsäer versuchen, politisches Kapital aus unseren Ängsten, aus unserer Furcht zu schlagen" - bewertete Biedroń.

PAP/adn