Bei der TV-Debatte im öffentlich-rechtlichen Sender TVP waren Vertreter von sechs Parteien und Bündnissen vertreten: Prawo i Sprawiedliwość (Recht und Gerechtigkeit), Koalicja Obywatelska (Bürgerkoalition) Trzecia Droga (Dritter Weg) Nowa Lewica (Neue Linke) und Konfederacja (Konföderation).
„Ich will kein schlechter Prophet sein, aber ich habe den Eindruck, dass dies Donald Tusks letzte Debatte war“, sagte Bochenek und wies auf Tusks „Mangel an Überzeugung in seinen Aussagen“ hin.
Seiner Meinung nach befand sich Premierminister Mateusz Morawiecki (PiS) in dieser Debatte in einer schwierigen Lage, da er von Parteien umgeben war, die „sehr oft Donald Tusks Helfer sind“.
„Gestern hat Donald Tusk verloren, aber mit sich selbst, er hat seine Nerven nicht im Zaum gehalten, er konnte keine Fragen beantworten, er war sehr oft aggressiv, unterwürfig gegenüber Journalisten oder anderen Teilnehmern der Debatte“.
Die Debatte war in sechs Blöcke unterteilt: Migration, äußere Sicherheit, Privatisierung, Rentenalter, Sozialpolitik und Arbeitslosigkeit.
Während der TV-Debatte forderte Donald Tusk eine weitere Debatte am Freitag, aber dann mit dem PiS-Vorsitzenden Jarosław Kaczyński. Tusk warf Kaczyńśki „Feigheit“ vor. „Bitte kommen Sie mit Jarosław Kaczyński. Sie können zu zweit sein, wir können eine Debatte mit allen Medien führen, ich bin offen für jeden Vorschlag, ich werde am Freitag an einem Ort Ihrer Wahl auf Sie warten“, sagte Tusk.
Laut dem Sprecher sei Tusks Vorschlag ein Beweis dafür, dass „etwas nicht richtig gelaufen ist“. Bocheneks Meinung nach hat Tusk in dieser Debatte „spektakulär versagt“.
PAP/jc