Heute vergehen sieben Jahre nach dem Tod von Eugeniusz Rudnik. Der Komponist starb im Alter von 83 Jahren. Bereits seit 1955 arbeitete Rudnik beim Polnischen Rundfunk in Warschau. Zwei Jahre später wurde er Techniker im neu gegründeten experimentellen „Studio Eksperymentalne Polskiego Radia“. Er arbeitete mit zahlreichen Komponisten zusammen. Mit der Zeit begann Rudnik eigene Kompositionen zu produzieren.
In einem Archivgespräch mit dem Polnischen Rundfunk erinnerte sich Rudnik an die Anfänge seiner künstlerischen Laufbahn: „Ich habe Tausende Schnitte für andere Komponisten gemacht. Dann kam die Einsicht: wieso könnte der nächste Schnitt eigentlich nicht für Rudnik sein. Meine eigene Komposition habe ich dann bei dem Wettbewerb für elektronische Musik in Frankreich vorgestellt. Ich bekam dort den ersten Preis und so begann meine Karriere”.
Musikalische Erfahrungen machte der Autodidakt Eugeniusz Rudnik im Studio für Elektronische Musik des Westdeutschen Rundfunks in Köln, wo er mit Włodzimierz Kotoński, Karlheinz Stockhausen und Petr Kotík zusammenarbeitete.
Rudnik erschuf das Genre der dokumentarischen Radioballade. Der Komponist benutzte keinen Computer und arbeitete mit Tonband und Schere, zeichnete Töne auf, schnitt und montierte sie dann manuell.
IAR/jc