Regionale Sicherheit, Migrationspolitik und Unterstützung für die Ukraine - diese Themen standen im Mittelpunkt der gestrigen Gespräche zwischen Polens Staatspräsident Andrzej Duda und Finnlands Sauli Niinistö in Warschau. Im Anschluss an das Treffen zog Duda Parallelen zwischen der aktuellen Migrationssituation an der finnisch-russischen Grenze und der polnisch-belarussischen Grenzkrise 2021. „Wir haben über den Migrationsdruck gesprochen, den wir heute an der russisch-finnischen Grenze erleben und der in erster Linie von Russland ausgeht", so Duda.
Finnland hatte vier Grenzübergänge zu Russland geschlossen, um den Zustrom von Migranten zu stoppen. Geht es nach Helsinki, werde der Migrationsdruck von Moskau orchestriert.
Duda versicherte dem finnischen Präsidenten die Unterstützung Polens und erinnerte an die Erfahrungen Polens im Umgang mit dem Migrationsdruck aus Belarus 2021, als Hunderte von illegalen Migranten wiederholt versucht hatten, die Grenze zu stürmen. Wie die Regierung wiederholt betonte, hatten Minsk und Moskau die Krise herbeigeführt, um die EU im Vorfeld des Angriffs auf die Ukraine zu destabilisieren. Wie Duda zudem betonte, verteidige Finnland heute nicht nur seine eigenen Grenzen, sondern auch die der EU.
In Bezug auf die Situation in der Ukraine, bekräftigte Duda, dass Kiew die Kontrolle über sein Territorium innerhalb der vor 2014 international anerkannten Grenzen wiedergewinnen sollte. Zudem sollte die Ukraine nach Kriegsende in die NATO aufgenommen werden.
In einem Tweet lobte Duda die wachsende wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Polen und Finnland, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Kernenergie, und betonte die Bedeutung dieser Kooperation für beide Länder. Der bilaterale Handel übersteigt nun jährlich 5 Milliarden Euro.
IAR/prezydent.pl/ps/adn