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Kontroverse über Kurzfilm zum Internationalen Holocaust-Gedenktag

28.01.2024 20:40
Die Europäische Kommission hat ihre Botschaft zum Internationalen Holocaust-Gedenktag präzisiert. Ihre Präsidentin, Ursula von der Leyen, schrieb auf X, dass Auschwitz ein von Nazi-Deutschland geschaffenes Lager war. Im am Samstag ausgestrahlten Kurzfilm fehlte diese Aussage und löste eine Kontroverse aus. 
In einem am Samstag verffentlichten Video lasen von der Leyen und andere Kommissare die Namen der Holocaust-Opfer vor.
In einem am Samstag veröffentlichten Video lasen von der Leyen und andere Kommissare die Namen der Holocaust-Opfer vor. Biblioteka Narodowa/Polona & X

In einem am Samstag veröffentlichten Video lasen von der Leyen und andere Kommissare die Namen der Holocaust-Opfer vor. Unter jeder Person standen Informationen über deren Todesort. Oftmals lautete die Aufschrift „Lager Auschwitz, Polen" ohne die Erklärung, dass das Vernichtungslager zwar auf dem Gebiet Polens lag, während des Zweiten Weltkriegs aber von Nazi-Deutschland besetzt war.

Die Amtskollegen des polnischen Kommissars für Landwirtschaft, Janusz Wojciechowski, hätten u.a. aus diesem Grund nicht an der Aufnahme teilgenommen. Der polnische Botschafter bei der EU, Piotr Serafin, hat die Europäische Kommission auf die Unangemessenheit des Videos hingewiesen, was mit Verständnis aufgenommen wurde.

Auch Außenminister Radosław Sikorski forderte gestern die Kommission auf, ihre Botschaft zu präzisieren. „Wenn man über das Nazi-Vernichtungslager Auschwitz schreibt, ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass es unter deutscher Besatzung errichtet wurde", betonte der Chef des Außenministeriums.

„Es ist schade, dass der polnische Kommissar den polnischen Standpunkt nicht im Voraus dargelegt hat", fügte er hinzu.


Quelle: IAR/ps