Deutsche Redaktion

Baltische Staaten weisen Trumps Aussagen zu Grönland zurück

05.01.2026 12:26
Trump hatte in einem Interview mit dem Magazin The Atlantic erklärt, die Insel sollte Teil der Vereinigten Staaten werden, da Amerika sie „unbedingt brauche“.
The dispute marks a new low in U.S.-Danish relations, coming one year after Trump, then president-elect, first suggested the U.S. should acquire the Arctic territory. The proposal has triggered ongoing diplomatic tensions and sparked anti-American protests in Greenland.
The dispute marks a new low in U.S.-Danish relations, coming one year after Trump, then president-elect, first suggested the U.S. should acquire the Arctic territory. The proposal has triggered ongoing diplomatic tensions and sparked anti-American protests in Greenland.Photo: Shutterstock/dibrova

Die Außenminister der baltischen Staaten haben Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über Grönland zurückgewiesen. Trump hatte in einem Interview mit dem Magazin The Atlantic erklärt, die Insel sollte Teil der Vereinigten Staaten werden, da Amerika sie „unbedingt brauche“.

Der litauische Außenminister Kęstutis Budrys betonte auf der Plattform X, Fragen rund um Grönland berührten die Sicherheit des transatlantischen Bündnisses. „Die Achtung territorialer Integrität und Souveränität ist eine Voraussetzung globaler Stabilität“, schrieb er.

Lettlands Außenministerin Baiba Braže erklärte, Dänemark und Grönland sollten selbst über ihre Angelegenheiten entscheiden. Auch Estlands Außenminister Margus Tsahkna versicherte Dänemark die Solidarität der baltischen Staaten.

Trump hatte Grönland, das zum Königreich Dänemark gehört, als Gebiet bezeichnet, das von russischen und chinesischen Schiffen umgeben sei – eine Einschätzung, die Experten zufolge nicht der Realität entspricht.

IAR/adn

US-Angriff auf Venezuela: Experte sieht Rückkehr zur Politik der Großmächte

03.01.2026 13:54
Die US-Militärschläge in Venezuela und die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro sind nach Einschätzung des amerikanistischen Politikwissenschaftlers Tomasz Płudowski ein Signal für die Rückkehr zur Politik der Großmächte und eine klare Bekräftigung des US-Anspruchs auf Vorrang in der westlichen Hemisphäre. Washington mache deutlich, dass Lateinamerika weiterhin als amerikanischer Einflussraum verstanden werde, sagte Płudowski der polnischen Nachrichtenagentur PAP.

Donald Tusk appelliert um europäische Einigkeit: „Sonst sind wir verloren“

05.01.2026 11:10
Tusks Aufruf steht vor dem Hintergrund wachsender internationaler Spannungen infolge der US-Intervention in Venezuela. 26 EU-Mitgliedstaaten – mit Ausnahme Ungarns – veröffentlichten dazu eine gemeinsame Erklärung.

„Tiefer kann man nicht sinken“. Tusk verurteilt Kommentare nach US-Angriff auf Venezuela

05.01.2026 11:50
Er reagierte damit auf Beiträge von Tomasz Sakiewicz, Chefredakteur von Telewizja Republika, und PiS-Europaabgeordnetem Mariusz Kamiński, die angedeutet hatten, Tusk könne ein ähnliches Schicksal ereilen wie den venezolanischen Machthaber.