Deutsche Redaktion

Iran: Sohn des letzten Schahs ruft zur Revolution auf

10.01.2026 15:30
Die Spannungen im Iran steigen. Der in den USA lebende Sohn des letzten iranischen Schahs, Reza Pahlavi, rief am Samstag die protestierenden Bürger des Landes dazu auf, die Stadtzentren zu übernehmen. Er ermutigte die Arbeiter in den Transport- und Energiesektoren zu landesweiten Streiks. Wie Pahlavi erklärte, bereite er sich auf seine Rückkehr in die Heimat vor.
Menschen demonstrieren aus Solidaritt mit den Protesten im Iran auf dem Malieveld in Den Haag, Niederlande, 10. Januar 2026. Seit dem 28. Dezember hat eine Protestwelle den Iran erfasst. Auslser waren zunchst anhaltende Hyperinflation und Engpsse bei lebenswichtigen Gtern, zunehmend richten sich die Demonstrationen jedoch gegen das autoritre
Menschen demonstrieren aus Solidarität mit den Protesten im Iran auf dem Malieveld in Den Haag, Niederlande, 10. Januar 2026. Seit dem 28. Dezember hat eine Protestwelle den Iran erfasst. Auslöser waren zunächst anhaltende Hyperinflation und Engpässe bei lebenswichtigen Gütern, zunehmend richten sich die Demonstrationen jedoch gegen das autoritäre EPA/PHIL NIJHUIS

Im Iran dauern seit zwei Wochen große Proteste gegen die Regierung an. Die Unruhen breiten sich auf weitere Städte aus. In einer Nachricht an die Protestierenden lobte Pahlavi ihren „Mut und Durchhaltevermögen". Die massive Teilnahme der Menschen an den Demonstrationen am Donnerstag und Freitag stelle eine klare Antwort auf die Drohungen der Führer der Islamischen Republik dar.

Ihm zufolge sollten die nächsten Schritte sowohl darauf abzielen, die Präsenz auf den Straßen aufrechtzuerhalten, als auch wirtschaftlichen Druck auszuüben. Die Blockierung der Finanzierungsquellen des Regimes würde so seine Fähigkeit zur Fortsetzung der Repressionen lähmen. Insbesondere rief er die Arbeiter im Transportwesen, in der Öl- und Gasindustrie sowie im gesamten Energiesektor zu einem landesweiten Generalstreik auf.

Er appellierte an die Protestierenden, am Samstag und Sonntagabend wieder auf die Straßen zu gehen. Die Demonstranten sollten versuchen, die zentralen Bereiche großer Städte zu übernehmen und zu halten.

Der 65-jährige Reza Pahlavi, dessen Vater 1979 durch die Islamische Revolution gestürzt worden war, erklärte ebenfalls, dass er sich auf seine Rückkehr in den Iran vorbereite. Er verpflichtete sich, an der Seite des iranischen Volkes zu stehen. Einem Moment, den er als den Sieg der „nationalen Revolution“ bezeichnete. Im zufolge komme dieser Moment mit großen Schritten näher.

Amerikanische Streitkräfte in Bereitschaft

Im Iran dauern seit zwei Wochen große Proteste gegen die Regierung an, die durch die Wirtschaftskrise und die Unzufriedenheit mit dem theokratischen Regime ausgelöst wurden. Bei den Unruhen sind bereits mindestens 62 Menschen ums Leben gekommen, mindestens 2.000 Demonstranten wurden festgenommen. Die Unruhen breiten sich auf weitere Städte aus. Der Iran bleibt ohne Internet weitgehend vom Rest der Welt abgeschnitten.

Die Teilnehmer fordern die Rückkehr von Reza Pahlavi, dem 65-jährigen Sohn des letzten Schahs von Iran, der ins Exil gezwungen wurde. Die Situation hat sich zusätzlich durch die kürzliche Entführung des venezolanischen Präsidenten und engen Verbündeten des Iran, Nicolás Maduro, verschärft. Maduro wurde in die Vereinigten Staaten gebracht, was in den iranischen Eliten einen Schock ausgelöst hat. Angesichts der zunehmenden Proteste und des möglichen Sturzes des Regimes sammeln die Vereinigten Staaten erhebliche Marine- und Luftstreitkräfte in Basen am Persischen Golf, direkt in der Nähe des Iran.

RMF24/PAP/ps

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