Deutsche Redaktion

Nawrocki: Grönland-Frage liegt bei Dänemark und den USA

14.01.2026 10:53
Der Präsident äußerte die Erwartung, dass die Frage über Gespräche zwischen Dänemark und den USA sowie im Rahmen der NATO gelöst werde.
Warschau, 13.01.2026. Der Prsident der Republik Polen Karol Nawrocki whrend eines Weihnachts- und Neujahrstreffens mit Vertretern der belarussischen Gemeinschaft im Belvedere in Warschau am 13. dieses Monats. (ad) PAPPaweł Supernak
Warschau, 13.01.2026. Der Präsident der Republik Polen Karol Nawrocki während eines Weihnachts- und Neujahrstreffens mit Vertretern der belarussischen Gemeinschaft im Belvedere in Warschau am 13. dieses Monats. (ad) PAP/Paweł SupernakFoto: PAP/Paweł Supernak

Staatspräsident Karol Nawrocki hat im Interview mit BBC Radio 4 erklärt, die Diskussion über Grönland solle zwischen Dänemarks Premierminister und US-Präsident Donald Trump geführt werden. Trump hatte zu Jahresbeginn angekündigt, die USA könnten die zu Dänemark gehörende Insel im Namen der nationalen Sicherheit „mit allen Mitteln“ übernehmen.

Nawrocki ordnete die Spannungen in einen größeren geopolitischen Rahmen ein. Europa stehe einerseits der Aggression Russlands gegenüber, andererseits verschärfe sich die wirtschaftliche Konkurrenz zwischen den Vereinigten Staaten und China. Vor diesem Hintergrund sei auch der Konflikt um Grönland zu sehen, sagte er. Der Präsident äußerte die Erwartung, dass die Frage über Gespräche zwischen Dänemark und den USA sowie im Rahmen der NATO gelöst werde.

Mehrere europäische Staaten, darunter Polen, Großbritannien, Frankreich und Deutschland, hatten zuletzt in einer gemeinsamen Erklärung auf die wachsenden Spannungen zwischen Washington und Kopenhagen reagiert. Polens Außenminister Radosław Sikorski hatte zudem eine Stellungnahme vom US-Kongress zu den Drohungen Trumps gefordert.

IAR/adn

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