Deutsche Redaktion

Hilfe für Kiew: „Diese Suppe ist ein Zeichen, dass die Welt uns nicht vergessen hat"

04.02.2026 12:24
Mit einer ungewöhnlichen Hilfsaktion haben Freiwillige aus Krakau die Bevölkerung der ukrainischen Hauptstadt unterstützt. Im Rahmen der Initiative „Warme Suppe für Kiew“ verteilten die Organisatoren rund 4000 Portionen des traditionellen polnischen Żurek, einer heißen Sauermehlsuppe, an Menschen, die nach russischen Angriffen in unbeheizten Wohnungen ausharren.
Inmitten von Stromausfllen und eisigen Temperaturen nach russischen Angriffen haben Helfer aus Krakau ein starkes Zeichen gesetzt: Rund 4000 Portionen traditioneller polnischer Żurek-Suppe wurden in Kiew an Menschen verteilt, die in ihren Wohnungen frieren.
Inmitten von Stromausfällen und eisigen Temperaturen nach russischen Angriffen haben Helfer aus Krakau ein starkes Zeichen gesetzt: Rund 4000 Portionen traditioneller polnischer Żurek-Suppe wurden in Kiew an Menschen verteilt, die in ihren Wohnungen frieren.facebook

„Diese Suppe ist ein Zeichen, dass die Welt uns nicht vergessen hat, dass Polen an uns denkt“, sagte eine Bewohnerin der Nachrichtenagentur PAP. Die Ausgabestellen wurden unter anderem im Stadtteil Darnyzja neben sogenannten „Unbeugsamkeitszelten“ eingerichtet – großen Notfallzelten, in denen sich Menschen aufwärmen, Tee trinken und elektronische Geräte laden können.

Zu den Initiatoren gehört der Krakauer Unternehmer Bartłomiej Szczoczarz, der sich seit Beginn der russischen Invasion für ukrainische Kriegsflüchtlinge engagiert. Die Suppe sei über vier Tage hinweg in großen Mengen gekocht worden, berichtete er.

In der Nacht zum Dienstag hatte Russland nach ukrainischen Angaben den bislang größten Angriff des Jahres auf die Energieinfrastruktur gestartet. Dabei seien 450 Drohnen und mehr als 60 Raketen eingesetzt worden. In mehreren Städten, darunter Kiew, Charkiw und Dnipro, kam es bei Temperaturen von minus 20 Grad zu Strom- und Heizungsausfällen.


Die Organisatoren betonten, die Aktion solle nicht nur praktische Hilfe leisten, sondern auch Solidarität zeigen. „Es geht darum, deutlich zu machen, dass Polen die Ukraine nicht vergisst“, sagte der frühere Krakauer Stadtrat Łukasz Wantuch.

An der Initiative beteiligten sich auch in Polen lebende Ukrainer. Die Ukrainerin Ines Oleksy, die seit 15 Jahren in Polen lebt, erklärte, sie sehe ihr Engagement als Bürgerpflicht. Die Ukraine verteidige nicht nur sich selbst, sondern ganz Europa.


PAP/IAR/jc

Mehr als 5,5 Millionen Złoty aus Polen für Kiew gesammelt

23.01.2026 12:40
In einer Online-Spendenaktion unter dem Motto „Wärme aus Polen für Kiew“ sind mehr als 5,5 Millionen Złoty (rund 1,3 Millionen Euro) für die von russischen Angriffen getroffene ukrainische Hauptstadt zusammengekommen. Das berichtete der Regionalsender TVP3 Kraków. Mit den Mitteln werden unter anderem Generatoren und technische Ausrüstung für die Bevölkerung in Kiew bereitgestellt, die nach Angriffen auf die Energieinfrastruktur vielfach ohne Strom und Heizung auskommen muss.

Donald Tusk reist nach Kiew. „Die Ukraine darf nicht allein bleiben“

03.02.2026 06:00
Ministerpräsident Donald Tusk will in den kommenden Tagen auf Einladung von Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Kiew reisen. Angesichts der dramatischen Energiesituation dürfe die Ukraine nicht ohne Unterstützung bleiben, betonte der Regierungschef.