Deutsche Redaktion

Polen plant militärische Reserve mit hoher Einsatzbereitschaft

09.02.2026 15:40
Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz hat Pläne zur Schaffung einer neuen Kategorie von Militärreservisten angekündigt. Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen, die polnischen Streitkräfte auf eine Stärke von 500.000 Soldaten auszubauen.
Im Rahmen eines langfristigen Verteidigungsprogramms strebt Polen an, bis 2039 den Personalbestand seiner Streitkrfte in Friedenszeiten auf 500.000 Soldaten auszubauen, darunter mehr als 200.000 Reservisten. Wie der stellvertretende Ministerprsident erklrte, solle die Reserve mit hoher Einsatzbereitschaft gemeinsam mit den Berufssoldaten und d
Im Rahmen eines langfristigen Verteidigungsprogramms strebt Polen an, bis 2039 den Personalbestand seiner Streitkräfte in Friedenszeiten auf 500.000 Soldaten auszubauen, darunter mehr als 200.000 Reservisten. Wie der stellvertretende Ministerpräsident erklärte, solle die „Reserve mit hoher Einsatzbereitschaft“ gemeinsam mit den Berufssoldaten und dPAP/Albert Zawada

Im Rahmen eines langfristigen Verteidigungsprogramms strebt Polen an, bis 2039 den Personalbestand seiner Streitkräfte in Friedenszeiten auf 500.000 Soldaten auszubauen, darunter mehr als 200.000 Reservisten. Wie der stellvertretende Ministerpräsident erklärte, solle die „Reserve mit hoher Einsatzbereitschaft“ gemeinsam mit den Berufssoldaten und den Territorialen Verteidigungskräften (WOT) dieses Ziel erreichen.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen, die den Kreis potenzieller Rekruten in den kommenden Jahren verringern dürften, sagte Kosiniak-Kamysz auf einer Pressekonferenz. Die Zugehörigkeit zur Reserve mit hoher Einsatzbereitschaft soll freiwillig sein und mit Vergünstigungen verbunden werden, darunter finanzielle Leistungen für Übungen sowie der Zugang zu Ausbildungslehrgängen. Die Reservisten sollen zudem flexibel entscheiden können, wann sie trainieren und welcher Einheit sie angehören.

Weitere Details des Plans nannte der Chef des polnischen Generalstabs, General Wiesław Kukuła. Demnach sollen die Reservisten festen militärischen Einheiten zugeordnet werden und mindestens acht Ausbildungstage pro Jahr absolvieren. Die Truppenteile seien nach Bereitschaftsstufen eingeteilt. Die am besten vorbereiteten Kräfte sollen innerhalb von fünf bis sieben Tagen mobilisiert werden, sagte Kukuła.

Reservedienst soll „attraktiv“ sein
Wie Kosiniak-Kamysz erklärte, sei das Ziel, den Reservedienst attraktiv und für Frauen und Männer gleichermaßen zugänglich zu gestalten. Das System dürfe nicht „die Wahrnehmung des Militärs in der Gesellschaft zerstören“, betonte der Verteidigungsminister. Im Mittelpunkt solle ein Angebot stehen, das freiwillig Engagierte anspricht. Die Ankündigung fällt mit dem Start des diesjährigen zivilen Ausbildungsprogramms „wGotowości“ zusammen, das am 7. März beginnt. An einem Pilotprojekt im vergangenen Herbst hatten mehr als 16.000 Polen teilgenommen.

Das Ministerium hat außerdem die kostenlose App „wGotowości“ eingeführt. Sie informiert die Bürger über Sicherheit, Krisenvorsorge und Möglichkeiten des Militärdienstes.

PAP/PR/ps

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