Ursprünglich war die Regierungserklärung für den 11. Februar geplant. Die Verschiebung erfolgte, nachdem Präsident Karol Nawrocki für den 11. Februar eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates einberufen hatte. Sikorski hatte zuvor auf der Plattform X angekündigt, in seiner Rede „Details zu Zielen und Aufgaben der polnischen Außenpolitik in diesem Jahr“ vorzustellen. Als Leitmotive nannte er unter anderem „Ein einflussreiches Polen in einer starken EU“, „Ein sicheres Polen“ sowie eine „Außenpolitik im Dienste der wirtschaftlichen Entwicklung Polens“.
Zudem betonte er die Bedeutung einer „aktiven und solidarischen Rolle Polens weltweit“ sowie eines „professionellen Auswärtigen Dienstes als Voraussetzung für die Umsetzung staatlicher Prioritäten“.
Bereits im Dezember hatte Sikorski in einem Interview auf dem YouTube-Kanal „Didaskalia“ zwei zentrale Themen seines Exposés für 2026 benannt. Zum einen verändere sich die Definition des westlichen Bündnisses. „Leider lässt sich ein immer größerer Teil der Polen von einer antieuropäischen Ideologie verführen“, sagte er. Gemeint sei „die Illusion, man könne alle Privilegien der EU-Mitgliedschaft genießen, ohne die damit verbundenen Pflichten zu übernehmen“.
Zum anderen verwies Sikorski auf die internationale Lage Polens. Die Konjunktur „verschlechtert sich eher, als dass sie sich verbessert“, sagte er. Dadurch werde Außenpolitik schwieriger, zugleich werde „Einheit in der Außenpolitik immer wichtiger“.
Als weiteres zentrales Thema nannte der Minister die Beziehungen zur Ukraine. Das Land sei „unser funktionaler Puffer gegenüber dem russischen Imperialismus“, sagte Sikorski.
PAP/jc