Deutsche Redaktion

Vor 85 Jahren verhaftet: Maximilian Kolbe starb in Auschwitz

17.02.2026 09:41
Vor 85 Jahren, am 17. Februar, verhafteten die Deutschen den Franziskaner Pater Maximilian Kolbe. Es war seine zweite Festnahme. Die Freiheit erlangte er nicht mehr zurück: Er kam ins Pawiak-Gefängnis und anschließend nach Auschwitz, wo er sein Leben für einen Mitgefangenen hingab.
Maksymilian Kolbe, 1936 r.
Maksymilian Kolbe, 1936 r.Wikimedia/domena publiczna

Der 1894 in Zduńska Wola als Rajmund Kolbe geborene Ordensmann war Gründer der katholischen Bewegung „Militia Immaculatae“ und des Klosters Niepokalanów bei Warschau, das in der Zwischenkriegszeit als größtes katholisches Kloster der Welt galt. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs engagierte sich Kolbe unter anderem für Vertriebene aus dem besetzten Großpolen.

Historikern zufolge stand seine zweite Verhaftung im Zusammenhang mit der politischen Lage im besetzten Polen. Die deutschen Behörden wollten vor dem geplanten Angriff auf die Sowjetunion möglichen Widerstand im Hinterland unterbinden. Auch regimekritische Veröffentlichungen der in Niepokalanów erscheinenden Zeitung „Mały Dziennik“ könnten eine Rolle gespielt haben. Zudem soll die Gestapo belastende Aussagen gegen Kolbe konstruiert haben.

Am 28. Mai 1941 wurde Kolbe nach Auschwitz gebracht und erhielt die Häftlingsnummer 16670. Dort musste er Zwangsarbeit leisten, unter anderem beim Bau von Lageranlagen. Ende Juli 1941 floh ein Häftling. Als Vergeltung bestimmten SS-Männer zehn Gefangene zum Hungertod. Einer von ihnen war Franciszek Gajowniczek, der um seine Familie klagte. Kolbe trat aus der Reihe und bot an, an seiner Stelle zu sterben. Die SS akzeptierte den Tausch.

Nach zwei Wochen im Hungerbunker lebte Kolbe noch. Am 14. August 1941 wurde er durch eine Phenolspritze getötet. Gajowniczek überlebte den Krieg und starb 1995.

Kolbe gilt als erster polnischer Märtyrer des Zweiten Weltkriegs, der von der katholischen Kirche heiliggesprochen wurde. Ihm wird das Wort zugeschrieben: „Der Hass ist keine schöpferische Kraft. Die schöpferische Kraft ist die Liebe.“

dzieje/PAP/jc

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