Deutsche Redaktion

Białystok: „Gemeinsam gegen die russische Aggression“

23.02.2026 11:58
Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine haben in Białystok Ukrainer, Belarussen und Polen ihre Solidarität mit der Ukraine bekundet. An der Aktion unter dem Motto „Gemeinsam gegen die russische Aggression“ nahmen am Sonntagnachmittag zahlreiche Menschen teil.
Demonstracja poparcia dla Ukrainy
Demonstracja poparcia dla UkrainyTHIERRY MONASSE/REPORTER

Am Denkmal für Marschall Józef Piłsudski gedachten die Teilnehmer mit einer Schweigeminute der Opfer der russischen Aggression. Auf Transparenten standen Parolen wie „Stop War“ und „Gemeinsam gegen die russische Aggression“. Viele Demonstrierende trugen ukrainische Fahnen sowie die weiß-rot-weißen Flaggen der belarussischen Opposition. Skandiert wurden unter anderem „Ruhm der Ukraine“, „Es lebe Polen“ und „Es lebe Belarus“.

Paweł Stankiewicz, Vorsitzender der Stiftung Tutaka, betonte, der vor vier Jahren von Russland begonnene Krieg hätte im heutigen Europa keinen Platz haben dürfen. „Es ist wichtig, dass wir uns hier treffen und unsere Solidarität mit dem kämpfenden ukrainischen Volk zeigen“, sagte er. Ebenso wichtig sei die Unterstützung durch den polnischen Staat und die kommunalen Behörden.

Die stellvertretende Bürgermeisterin von Białystok, Eliza Cybulko, erklärte, die Kundgebung sei ein Protest gegen einen Krieg, der seit vier Jahren andauere. „Wir sind hier gemeinsam gegen die russische Aggression – gegen eine Aggression, die diejenigen trifft, die dort geblieben sind, aber auch diejenigen, die hier leben“, sagte sie.

Vertreterinnen der ukrainischen Gemeinschaft dankten Polen für die Unterstützung. „Seit zwölf Jahren verteidigt sich die Ukraine gegen die russische Aggression, seit vier Jahren dauert der umfassende Krieg – der größte in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte Warwara Titowa. Jeder Ukrainer kenne den Schmerz und habe jemanden verloren. Zugleich betonte sie: „In diesem Kampf ist die Ukraine nicht allein. Wir danken Polen und allen Polen für Solidarität, Unterstützung und offene Türen.“

Anton Hołowacz aus der ukrainischen Diaspora sagte, die Ukraine verteidige nicht nur sich selbst, sondern die gesamte Europäische Union und die demokratische Welt. Jan Abadouski von der belarussischen Diaspora in Polen warnte: „Wenn die Ukraine fällt, wird dieser Krieg an die polnische Grenze kommen.“ Bereits jetzt seien Drohnen in den polnischen Luftraum eingedrungen.

Abadouski verwies darauf, dass seit 2022 rund 90 belarussische Freiwillige, die an der Seite der Ukraine kämpfen, gefallen seien. Hunderte weitere seien weiterhin im Einsatz. Trotz drohender Repressionen in Belarus beteiligten sich Belarussen weltweit an Solidaritätsaktionen. „Wir werden weiter für unsere und eure Freiheit kämpfen“, sagte er.


IAR/jc