Deutsche Redaktion

Weitere israelische Angriffe auf Iran nach Tod Chameneis

01.03.2026 17:54
Nach der Tötung des iranischen Anführers Ajatollah Ali Chamenei haben israelische Streitkräfte ihre Angriffe auf Ziele im Iran fortgesetzt. Die Strategie sei nach dem Tod des 86-Jährigen unverändert geblieben, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag eine vertraute Quelle. Demnach richten sich die Attacken weiterhin gegen iranische Regierungsvertreter sowie Raketenstellungen.
Israelische Rettungskrfte: Sechs Tote bei iranischem Raketenangriff
Israelische Rettungskräfte: Sechs Tote bei iranischem RaketenangriffREUTERS

Iranische Staatsmedien bestätigten am Samstag den Tod Khameneis. Er sei bei einem Luftangriff im Rahmen einer gemeinsamen Militärkampagne der USA und Israels getötet worden. Ziel der Operation sei es, die Führung der Islamischen Republik zu stürzen.

Bei weiteren Angriffen kam nach Angaben des staatlichen Senders Iran TV auch der iranische Generalstabschef Abdolrahim Mousavi ums Leben. Damit erlitt die militärische Führung des Landes einen weiteren schweren Schlag.

Der Iran reagierte mit eigenen Angriffen und nahm nach früheren Drohungen auch Ziele in der Region ins Visier. Die Spannungen versetzten insbesondere die ölreiche Golfregion in Alarmbereitschaft. In Israel heulten in der Nacht zum Sonntag mehrfach Sirenen. In Tel Aviv waren Explosionen zu hören, während das israelische Abwehrsystem versuchte, iranische Geschosse abzufangen.

US-Präsident Donald Trump warnte Teheran vor Vergeltung. Sollte der Iran zurückschlagen, würden die Vereinigten Staaten mit einer „nie dagewesenen Gewalt“ reagieren, erklärte Trump. Die Luftangriffe dienten dazu, eine jahrzehntelange Bedrohung zu beenden und sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen entwickeln könne.

Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu riefen die iranische Bevölkerung auf, die Lage für einen politischen Umbruch zu nutzen. Die Führung in Teheran steht seit längerem unter Druck – unter anderem wegen wirtschaftlicher Probleme infolge internationaler Sanktionen sowie wiederkehrender Proteste im Land.

Sechs Tote bei iranischem Raketenangriff

Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel sind nach Angaben der israelischen Rettungskräfte sechs Menschen getötet worden. Mehrere weitere Personen seien verletzt worden, teilten die Einsatzkräfte am Sonntag mit.

Demnach schlugen mehrere Geschosse in bewohnten Gebieten ein. Rettungsteams seien im Einsatz, um Verschüttete zu bergen und Verletzte zu versorgen. Genauere Angaben zum Ausmaß der Schäden lagen zunächst nicht vor.


PAP/Reuters/jc

Sikorski: Eine „höllisch komplizierte Situation“

28.02.2026 19:17
Polens Außenminister Radosław Sikorski hat angesichts der jüngsten Angriffe auf den Iran von einer „dramatischen, höllisch komplizierten Situation“ gesprochen. Nach einem Gespräch mit dem Leiter der polnischen Vertretung in Teheran seien die Mitarbeiter der Botschaft in Sicherheit, teilte Sikorski am Samstag im Onlinedienst X mit. 

Angriffe auf Iran bringen Flugverkehr im Nahen Osten durcheinander

28.02.2026 19:34
Die Luftangriffe Israels und der USA auf Ziele im Iran haben den Flugverkehr in weiten Teilen des Nahen Ostens lahmgelegt. Zahlreiche Maschinen mussten kurzfristig umgeleitet werden – einige landeten statt in den Golfstaaten auf europäischen Flughäfen, darunter auch in Warschau. Reisende müssen daher mit weiteren Ausfällen und Verspätungen rechnen. Bereits zuvor war vor Reisen in die Region gewarnt worden.

Trump: Chamenei „wahrscheinlich tot“ – Iran dementiert

28.02.2026 22:40
US-Präsident Donald Trump sagte dem Sender NBC News, er halte Meldungen über Chameneis Tod für glaubhaft. Aus Teheran wies Außenminister Abbas Araghtschi entsprechende Berichte zurück.

Iran bestätigt Tod von Ajatollah Chamenei

01.03.2026 07:05
Nach massiven Angriffen der USA und Israels auf Ziele im Iran ist der oberste Führer der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, tot. Staatliche Medien in Teheran bestätigten am Samstag Berichte über seinen Tod und sprachen von einem „Märtyrertod“. Im Iran wurde eine 40-tägige Staatstrauer ausgerufen.