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Wajda-Jahr 2026: 100. Geburtstag des Ausnahme-Regisseurs

06.03.2026 11:47
Wajdas Filme verbinden nationale Erfahrung mit universellen Themen. Viele von ihnen beruhen auf literarischen Vorlagen oder sind von der polnischen Malerei beeinflusst. Der Regisseur verwies häufig darauf, wie sehr visuelle Kunst sein filmisches Denken präge. 2000 erhielt er für sein Lebenswerk einen Oscar.
ARCHIVFOTO Auf dem Archivfoto vom 12.03.2016 ist der Film- und Theaterregisseur Andrzej Wajda zu sehen. Am 6. Mrz 2026, dem hundertsten Geburtstag von Andrzej Wajda, finden in ganz Polen Veranstaltungen zum Gedenken an das Schaffen des Regisseurs statt. (mr) PAPAdam Warżawa Zu diesem Bildmaterial ist auch eine Meldung im CSI-System verf
***ARCHIVFOTO*** Auf dem Archivfoto vom 12.03.2016 ist der Film- und Theaterregisseur Andrzej Wajda zu sehen. Am 6. März 2026, dem hundertsten Geburtstag von Andrzej Wajda, finden in ganz Polen Veranstaltungen zum Gedenken an das Schaffen des Regisseurs statt. (mr) PAP/Adam Warżawa ***Zu diesem Bildmaterial ist auch eine Meldung im CSI-System verfüPAP

Polen erinnert am 6. März an den 100. Geburtstag von Andrzej Wajda. Der Regisseur zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten des europäischen und Weltkinos. Der polnische Senat hat 2026 zum Wajda-Jahr ausgerufen, um sein Werk und seinen Beitrag zur polnischen Filmschule sowie zum Kino der moralischen Unruhe zu würdigen.

Wajda wurde 1926 in Suwałki geboren und wuchs während der Kriegsjahre auf. Der Verlust seines Vaters im sowjetischen Lager Kozelsk prägte seine spätere filmische Auseinandersetzung mit Geschichte und Erinnerung. Nach Studien in Krakau und an der Filmhochschule in Łódź debütierte er 1955 mit "Eine Generation".

Seinen internationalen Durchbruch erzielte Wajda mit "Kanal" und "Asche und Diamant", Werken, die zu Markenzeichen der polnischen Filmschule wurden. Mit "Die versprochene Erde" schuf er einen seiner bedeutendsten Filme, den auch Ingmar Bergman zu den herausragenden Werken der Filmgeschichte zählte. "Der Mann aus Eisen" brachte Wajda 1981 die Goldene Palme in Cannes.

Wajdas Filme verbinden nationale Erfahrung mit universellen Themen. Viele von ihnen beruhen auf literarischen Vorlagen oder sind von der polnischen Malerei beeinflusst. Der Regisseur verwies häufig darauf, wie sehr visuelle Kunst sein filmisches Denken präge. 2000 erhielt er für sein Lebenswerk einen Oscar.

Auch im Theater hinterließ Wajda ein umfangreiches Werk und engagierte sich kulturell und gesellschaftlich. Mit Mitteln aus der Kyoto-Preis-Auszeichnung unterstützte er den Aufbau des Museums Manggha in Krakau. Andrzej Wajda starb 2016 und wurde in Krakau beigesetzt.

IAR/adn


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