„Der Konflikt geht weiter, das Chaos wächst und die Ölpreise steigen“, schrieb Tusk. „Washington könnte die Sanktionen gegen russisches Öl aufheben – also wer ist hier der wirkliche Gewinner?“
Tusks Äußerungen folgten auf eine Ankündigung der USA, Sanktionen im Zusammenhang mit russischen Öllieferungen nach Indien vorübergehend auszusetzen. Washington erklärte am Donnerstag, die Beschränkungen im Rahmen einer umfassenderen Überprüfung der Lage auf den globalen Energiemärkten zu pausieren.
US-Finanzminister Scott Bessent sagte, eine weitere Lockerung der Sanktionen sei möglich, falls dies zur Stabilisierung der Energiemärkte notwendig werde.
Hintergrund ist eine deutliche Eskalation im Nahen Osten. Nach einer großen Militäroperation der USA und Israels gegen Ziele im Iran kam es zu gegenseitigen Angriffen. Dabei wurden auch hochrangige iranische Vertreter getötet. Teheran reagierte mit Vergeltungsschlägen auf US-Militärbasen in der Region.
Die angespannte Sicherheitslage hat bereits Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr. Mehrere Fluggesellschaften strichen Flüge in Teile der Region. Zugleich reagieren auch die Energiemärkte nervös: Die Ölpreise sind zuletzt gestiegen, und Experten warnen vor möglichen wirtschaftlichen Folgen weltweit.
IAR/jc