Der Preis für die Nordseesorte Brent kletterte zeitweise auf über 85 US-Dollar pro Barrel. Gas verteuerte sich auf den internationalen Märkten deutlich. Hintergrund sind Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie Gegenschläge Teherans.
Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gastransports läuft. Nach Angriffen auf mehrere Schiffe kam der Verkehr dort weitgehend zum Erliegen.
Marktbeobachter warnen, dass eine längere Blockade die Preise weiter in die Höhe treiben könnte. Für Polen bedeutet ein dauerhaft höherer Ölpreis steigenden Druck auf die Kraftstoffpreise. Sollte sich das Preisniveau über längere Zeit halten, könnten Benzin und Diesel auch hierzulande spürbar teurer werden. Höhere Energiepreise wirken sich zudem indirekt auf Transportkosten und Lebensmittelpreise aus.
An den europäischen Börsen kam es zu deutlichen Kursverlusten. Der deutsche Dax und der französische CAC 40 gaben kräftig nach. Auch in Asien schlossen wichtige Indizes im Minus.
Ökonomen verweisen darauf, dass ein erneuter Anstieg der Inflation die Spielräume der Zentralbanken bei möglichen Zinssenkungen einschränken könnte. Für die polnische Wirtschaft, die sich zuletzt stabilisiert hatte, würde eine neue Energiepreiswelle zusätzliche Unsicherheit bedeuten.
Sollten die Störungen im Öltransport anhalten, halten Experten sogar Preise von mehr als 100 Dollar pro Barrel für möglich. Dies würde die Belastungen für energieimportierende Länder wie Polen weiter erhöhen.
BBC/jc